Archive for Februar, 2007
Dienstag, 27.2.07 - by Thomas
Erlauscht beim weißen Faschingsball in München:
Er: Tust du mit mir tanzen?
Sie: Geh du erst mal zur Volkshochschule, da lernst du, wie man deutsch spricht.
Er: Blöde Sau.
Kann man das kürzer fassen?
Danke an Carola für diesen Life-Report!
Freitag, 23.2.07 - by Thomas
Ulla Schmidt, die Bundesgesundheitsministerin, brüstet sich in München:
Worauf ich stolz bin ist, dass in Zukunft in Deutschland jeder einer eine Krankenversicherung haben muss, dass also keiner mehr unversichert ist.
Da könnte auch ein chinesischer Triaden-Chef oder ein Mafia-Boss erklären:
Worauf ich stolz bin ist, dass in diesem Viertel keine Gaststätte mehr schutzlos ist, sondern meine Jungs überall aufpassen, dass das Geldverdienen reibungslos verläuft.
So sehe ich das wenigstens.
——–
Bischof Walter Mixa (Augsburg) wird in den Medien – allen voran von der sich mehr und mehr für Fraueninteressen aufplusternden ZEIT – wie folgt zitiert:
Frauen werden nach den Plänen von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zu Gebärmaschinen degradiert.
Damit erntet man gehörig Beifall. Was ich aber in dem Artikel wohl übersehen haben muss – was aber Deutschland Radio zum Beispiel zitiert hat, ist:
Die Familie darf in Deutschland nicht mehr und mehr arbeitsplatztauglich gemacht werden – die Arbeitsplätze müssen familientauglich gestaltet werden.
Das scheint mir – wenn man sich denn schon ganz kurz fassen muss – den Kern der Einwendungen des Bischofs wesentlich genauer zu fokussieren.
———
In den Niederlanden formiert sich eine einflußreiche Gruppe, die das Abtreibungsrecht verschärfen will. So soll die bisherige Praxis, in der bis zu 2 Wochen nach Ausbleiben der Menstruation ohne jegliche Bedenkzeit und auf Wunsch der Frau sofort der Abort eingeleitet werden kann, auf eine Bedenkzeit eingeschränkt werden.
Hier scheinen sich alte, spießige Bürgerängste konservativer Kreise zunehmend auszubreiten.
…, meint die Kommentatorin. Nun, das kann teilweise sein. Es kann aber auch sein, dass diese “spießigen Ängste” weitenteils gar nicht existieren, sondern eher in einer Art “tieferliegenden Vernunft” begründet liegen: der Einsicht nämlich, dass der allzu leichtfertige Umgang mit Ex-und-Hopp-Schwangerschaften zwar ein momentanes Problem löst, aber das dahinterliegende Symptom nicht – und damit nicht wirklich gut sein können.
Donnerstag, 22.2.07 - by Thomas
Beim Essenkochen fiel mir ein kleiner Junge auf, der immer wieder mit einem viel zu großen Fahrrad volle Kanne auf den Parkplatz donnerte um dort dann einen PowerSlide zu üben. Voll konzentriert – eine halbe Stunde lang tat er nichts anderes als sich, ein zu großes Fahrrad und ein blockierendes Hinterrad in der Balance zu halten. Er ist nicht hingefallen.
Nachdem er das so 20, 30mal gemacht hatte, stellte er das Riesenteil auf den Kopf um nachzuschauen, ob seine Bemühungen am Hinterreifen Spuren hinterlassen haben.
Währenddessen lief in Bayern 2 im “Tagesgespräch” eine Zuschauer-Sendung über das Thema “Finanzen”, bei dem sich die Moderatorin politisch korrekt bemühte, stark in den Vordergrund zu rücken, dass Frauen die besseren Geldanlegerinnen sind, obwohl das von vielen Anruferinnen so nicht bestätigt wurde.
Ach was. Jungens brauchen PowerSlide, soviel steht fest.
Donnerstag, 22.2.07 - by Thomas
Aus einem lesenswerten Artikel über um sich greifendes “Lehrer-Bashing”:
[...] – längst haben andere wie etwa vor zwei Jahren der Philosoph Peter Sloterdijk oder kürzlich Bernhard Bueb, der ehemalige Leiter der Schloß-Salem-Schulen, einen allgemein verbreiteten Mangel an Bildung und vor allem Erziehung beklagt. So meinte Sloterdijk: “Wir haben eine Nation von tendenziell kinderlosen Urlaubern hervorgerufen, die nicht über sich selber hinaus denken können und wollen.” Und Bueb zieht bedauernd das Fazit: “Die Kunst der Erziehung haben wir verlernt. Es gibt keinen Konsens mehr darüber, wie man Kinder und Jugendliche erzieht, mit der fatalen Folge, dass viele Eltern verunsichert sind. An dieser Unsicherheit leiden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.” Allerdings liegt es eindeutig bei den Erwachsenen, diese verhängnisvolle Tendenz zu wenden.
Quelle: Telepolis
In abgeschwächter Form erlebe ich die Konsequenzen dieses Jahr in meiner Firmgruppe. Die Jugendlichen kommen nicht her, weil sie etwas über das Christentum, ihren Glauben und das Sakrament der Firmung erfahren wollen. Sie kommen – auch nach eigenem Bekunden – hierher, weil sie “bespaßt” werden möchten. Sie sehen es als ihre eigene und damit ausreichende Leistung an, zur Firmgruppe zu erscheinen – den Rest (also den Verlauf der Gruppenstunden) angenehm zu gestalten halten sie für meine Sache. Darunter stellen sie sich Witze erzählen, Musik hören, Filme gucken vor – aber nur, wenn sie gerade Zeit haben.
Mir fehlt bei der gesamten Aktion die Motivation: “Ich will hier was lernen, ich will was erfahren, warum das alles so ist und worum es eigentlich geht”. Erst mit dieser Haltung könnte überhaupt ein Interesse geweckt werden. Statt dessen höre ich hintenrum von den und über die Eltern, dass ich mehr Interesse wecken müßte.
Falsch gedacht. Wer sich zur Firmung anmeldet, muss sich schon interessieren. Sonst möge er zu Hause bleiben – gefirmt wird er auch so, denn wir werden dem heiligen Geist natürlich nicht ins Handwerk pfuschen.
Donnerstag, 22.2.07 - by Thomas
Jetzt bezahle ich doch seit mindestens einem halben Jahr eine 6000er DSL-Leitung – und ärgere mich immer wieder, dass da nur 3800 kBit (meist weniger) rüberkommen. Ich hab auch schon mal beim Betreiber angerufen und mich beschwert, der konnte sich den Effekt nicht erklären.
Heute abend bei einem Treffen mit einem Freund kam uns die Idee, dass das einfach am Router liegen könnte: mein ALLNET 1298 hat ja schon einige Jährchen auf dem Buckel. Sehr zuverlässiges Teil, übrigens – fällt höchstens einmal pro Jahr aus, bei Dauerbetrieb!
Also mal umgesteckt und einfach den Mac als Router benutzt. Was man ja nie für Dauer-Installationen machen sollte: die Firewall hat man allzuleicht mal ausgeschaltet und dann vergessen wieder einzuschalten. Oder sonst irgendwas, was man erst dann merkt, wenn’s zu spät ist. Genauso wie man seine Haustürschlösser nicht aus Holz selber schnitzt, sondern von einer Fabrik für Haustürschlösser machen läßt – so soll man auch seinen Mac nicht zur Haustür machen. Man ist zu wenig Experte, und die Wurm-, Viren- und Trojanerlöcher sollte man so klein halten wie möglich.
Und was sehe ich? Wenn der Mac direkt am DSL saugt, macht er das mit 6018 kBit von 6000 möglichen. Ja da soll mich doch …
Morgen kommt hier ein neuer Router hin. 30% schneller, das ist doch mal ein Wort. Wer übrigens seinen DSL-Durchsatz ebenfalls schnell mal testen will, der haue mal auf eines der Bilder.
Mittwoch, 21.2.07 - by Thomas
Heute war hier der erste Frühlingstag.
Das nur zur Dokumentation. Draußen wachsen Schneeglöckchen, Krokusse und so’n gelbes Zeug. Erstaunlich, wie gut einem die Sonne tut. Obwohl dieses Jahr gar kein richtiger Winter war. Bisher.
Mittwoch, 21.2.07 - by Thomas
Ich muss hier mal ein Loblied auf das Spülen von Hand singen.
Eine Spülmaschine kommt mir nicht ins Haus: erstens stinkt sie, zweitens verdreckt sie einem die Küche und drittens stiehlt sie einem die Zeit.
- Sie stinkt? Ja, das Waschpulver riecht in meiner Nase unappetitlich. Außerdem produziert sie Wasserdampf, der so riecht wie es in einer Großküche riecht. Und es bleiben immer festgebackene Speisereste am Geschirr hängen, die man dann mühsam von Hand abkratzen muss. Und die Gläser sehen aus … na, ich weiß nicht. Wenn man im Geschäft fragt, dann ist das alles Schnee von gestern. Wenn man in Haushalten schaut, die Spülmaschinen einsetzen – auch frisch gekaufte -, dann weiß ich, wovon ich rede. Und dann der Maschinenlärm – das ist mir zu laut.
- Sie verdreckt einem die Küche? Ja, denn das Spülen von Hand ist gleichzeitig ein langsamer Aufräumvorgang: man sieht das Zeug, was rumsteht und längst mal weggeräumt gehört. Ein Könner spült außerdem immer mit zwei Wassern: eines zum Spülen, eines zum Tauchen – damit das Spülwasser beim Trocknen nicht unliebsame Reste hinterläßt und man sich außerdem das Abtrocknen sparen kann. Mit diesem “Tauchwasser” kann man hinterher noch die ganze Küche putzen. Wer tut das, wenn er nur schnell die Spülmaschine einräumt, Klappe zu und angestellt? Tatsache ist, dass man beim Handspülen viel mehr mitkriegt, was noch gemacht werden muss.
- Sie stiehlt einem die Zeit? Unbedingt. Landläufig heißt es ja, sie spart Zeit, zumindest reden einem das die Verkaufsinteressen der Weißindurstrie ein. Aber was für Zeit spart sie eigentlich? Und was kriege ich dafür, für diese eingesparte Zeit? Ich stelle fest, dass ich beim Spülen den Gedanken freien Lauf lassen kann: ich kann über dies und jenes nachdenken, meine Einstellungen ordnen, meine Ansichten formulieren, meinen Tagesplan überdenken. Das sind wichtige Dinge für die innere Stabilität, und in diesen zwanzig Minuten, in denen man nichts sonst tun kann als nachdenken (man kann nichtmals ans Telefon gehen, denn die Hände sind nass. Genial!), entstehen zwangsläufig gute Gedanken. Diese zwanzig notwendigen Minuten stiehlt einem die Spülmaschine, man muss statt dessen irgendeiner anderen Hektik hinterherhecheln.
Also Männer: schmeißt das Glump aus der Küche und spült von Hand. Vor den frei gewordenen Raum macht ihr eine Tür und stellt zwei Kisten Bier dahinter. Der Freiheit eine Tür!
Dienstag, 20.2.07 - by Thomas
Ich wollte gestern mal mein Fahrrad flicken, weil das Vorderrad platt war (und ist). Ich habe einen recht gut sortierten Werkzeugkasten, der auch von den Kindern für alle Zwecke gebraucht wird.
Letzteres mag der Grund dafür sein, dass
- der Werkzeugkasten das von mir gesuchte und im Moment benötigte Werkzeug nicht enthält, auch bei gründlicher Suche nicht.
- Der Werkzeugkasten aber stattlich ausgestattet ist mit allen möglichen Sorten alter, verrosteter Schrauben; verpackten ungebrauchten Einzelteilen; Reste von Fahrradketten; ausgelaufenen Ölkännchen (die gar nicht in den Werkzeugkasten gehören); kaputtgegangenem Werkzeug etc.
Das scheint mir ein ähnliches Phänomen zu sein wie das, dass unsere Waschmaschine ständig Socken frißt.
Dienstag, 20.2.07 - by Herbert
Nach Angaben des just erschienenen Päpstlichen Jahrbuchs 2007 zählt die katholische Kirche 1,115 Milliarden Gläubige, das sind 1,5 % mehr als im Jahr zuvor und 17,2% der Weltbevölkerung. Besonders stark war der Anstieg in Afrika (3,1%) und in Asien (2,7%); in Europa blieb die Katholikenzahl unverändert. Die Anzahl der Priester stieg jedoch in allen Kontinenten; sie liegt jetzt bei über 406.000.
Hm, die in unserem Land oftmals geäußerte Ansicht, die Kirche würde an Attraktivität verlieren, scheint eine echte Scheuklappenperspektive zu sein.
(Quelle: L’Osservatore Romano 7/07, 3)
Samstag, 17.2.07 - by Thomas
“Wir können keinen Hurrikan oder Vulkanausbruch verhindern”, sagt Russell Schweickart, “aber wir können einen Asteroideneinschlag verhindern. Wenn wir es nicht tun, dann sind wir nicht viel weiter als die Dinosaurier.”
Also, wenn ich mich an den letzten Asteroiden-Einschlag auf der Erde erinnere – ich glaube, das war das Tunguska-Teil (1908, wenn’s denn ein Meteorit war, 60 Millionen Bäume hat der rasiert) oder das Ding, was das Nördlinger Ries (Durchmesser 22 x 24km) so schön rundgemacht hat, dann muss ich sagen: ich freue mich über so ganze Kerle wie Russell Schweickart.
Es wird nämlich allerhöchste Zeit, dass mal einer gegen diese andauernde Meteoritenplage aufsteht und was tut. Und ich kann dann auch besser schlafen.
Quelle: ZEIT, 17.2.2007
Samstag, 17.2.07 - by Thomas
© ZEIT online, Tagesspiegel | 17.02.2007 9:31
Unfall: Zug fährt auf umgekippten Baum
Ein Zug mit rund 50 Fahrgästen ist in der Nacht zum Samstag auf der Strecke Solingen-Remscheid gegen einen umgestürzten Baum gefahren. Wie die Polizei mitteilte, wurde niemand verletzt.
Remscheid – Der Zug schleifte den Baum mit, blieb aber auf den Gleisen. Die Strecke war nach rund eineinhalb Stunden geräumt. Erst am Dienstag war auf derselben Strecke ein Zug aus den Schienen gesprungen, als er gegen einen umgestürzten Baum prallte. Drei Bahnmitarbeiter wurden bei dem Unfall teilweise schwer verletzt.
Wenn ich das nicht so deute wie Herr Mehdorn, dann würde ich sagen: an den Jahresringen des umgestürzten Bauems kann man ablesen, wie lange die Bahn die notwendigen Bahnböschungs-Schutzmaßnahmen am Bahndamm schon nicht mehr durchführt, um Geld zu sparen. Es ist einfach erstaunlich, wie viele Bäume in letzter Zeit auf die Bahngleise fallen: Bäume, die dort in der Nähe eigentlich gar nicht stehen sollten.
Die Rechnung der Bahn ist einfach: Wenn die Bahn das selber macht, dann muss sie Gärtner entlang den Strecken bezahlen, die die Böschungen sauber halten. Wenn nicht, dann passiert ab und zu ein Unfall, der von irgendwelchen Versicherungen gedeckt wird. Oder bei Brandschäden – sehr häufig im Sommer, weil sich das nicht gemähte trockene Gras durch Funkenflug aus blockierenden Bremsen entzündet – zahlt das die Allgemeinheit.
Daß durch diese Praxis ab und zu Menschen zu Schaden kommen, ist ein notwendiges Übel, das nimmt die Chefetage der Bahn ganz gelassen. Denn die Bahn muss unbedingt den Hamburger Hafen kaufen oder den Stuttgarter Hauptbahnhof in den Keller legen. Sowas kostet Geld, und die Sparmaßnahmen dafür auch immer wieder Menschenleben und Schwerverletzte. Denen und uns wird aber gesagt, damit hätte das alles überhaupt nichts zu tun, und sie sollten sich um ihren eigenen Kram kümmern.
Wann haut denen endlich mal einer auf die Finger?
Samstag, 17.2.07 - by Thomas
“Private Lebensweise und politisches Handeln sind zwei Paar Stiefel”, sagte Walter Eykmann, katholischer Kirchensprecher der CSU-Fraktion, zu SPIEGEL ONLINE.
Ganzer Artikel
Eykmann hat das im Zusammenhang mit Kardinal Meißners Äußerungen gegenüber Horst Seehofer geäußert – und dann noch mit dem Balken-Splitter-Augen-Zitat nach Meißner geworfen.
Da kann ich Herrn Eykmann nicht zustimmen. Private Lebensweise und politisches Handeln sind nicht grundsätzlich zwei Paar Stiefel. Ich hätte lieber Politiker, die ich als integre Persönlichkeiten kenne – integer heißt soviel wie “durchgängig abschätzbar”.
Ich möchte hier kein Beispiel konstruieren, aber es sollte jedem klar sein, dass jemand, der privat anders handelt als öffentlich, über kurz oder lang erpreßbar wird. Was macht er denn, wenn irgendeine Gazette – nennen wir sie beispielsweise Blödzeitung – droht, Fakten aus “dem anderen Leben” zu veröffentlichen? Wissen wir denn, wie lange Seehofer schon von der Veröffentlichung wußte, bevor die Blödzeitung zuschlug? Können wir sicher sein, dass nicht vor der Veröffentlichung enormer Druck gemacht worden ist? Wollen wir Menschen in den Schaltzentralen, die ihre ganze Kraft auf die Vermeidung von Veröffentlichung privater Details einsetzen müssen?
Politiker sind keine Übermenschen – wir sollten von ihnen nicht mehr fordern als von uns selbst. Auch bin ich der Meinung, dass Horst Seehofer ein Privatleben haben darf, das uns alle nichts angeht. Der Kardinal hätte sich besser zurückgehalten: denn das geht auch ihn nichts an. Dass die Kirchen jedoch in wahrnehmbarer Weise dafür eintreten, dass sich “Private Lebensweise und politisches Handeln” so einheitlich wie möglich gestalten, dem stimme ich zu.
Eine polternde Generalisierung wie die von Herrn Eykmann kann ich nicht gelten lassen. Und das Abfeuern von Bibelzitaten wie Rohrgranaten halte ich für ganz schlechten Stil.
Freitag, 16.2.07 - by Thomas
Kirche hilft 400 Kindern bei Flucht
Ein Ordensmann hat 400 Kindersoldaten in Uganda zur Flucht verholfen. Der Missionar baute mit Unterstützung der “Aktion Volltreffer” einen Radiosender auf und rief darüber Kinder immer wieder auf, die Waffen wegzuwerfen und sich unter den Schutz der Kirche zu stellen.
Das ist doch mal in Anfang.
Quelle: Münchner Kirchenzeitung, 18.2.2007, S. 5
Donnerstag, 15.2.07 - by Thomas
Zu meinem nachfolgenden Beitrag über die Bahn und den damit zusammenhängenden Vor- und Nachläufen höre ich öfter: Warum tust du dir das an? Bezahl doch die 7 Euro, dann ist es erledigt und fertig.
Ja, das stimmt. Und warum bin ich im Pfarrgemeinderat? Warum kümmere ich mich um meine alten Nachbarn, die von Tele2 hereingelegt wurden, nichts unterschrieben haben und trotzdem abgezockt werden sollen? Warum tue ich mir Firmgruppen an?
Allein die Tatsache, dass man mittlerweile der Bahn 7 Euro zahlen soll, damit die ihren Verwaltungsapparat weiter aufblähen können, ist schon ungeheuerlich. Die machen einen Haufen Geld mit diesen Grauzonengebühren, und wenn sich keiner massiv wehrt, dann machen die das einfach weiter. So, wie es jedes Jahr tausenden von Bahncard-Besitzern wider Willen geht: plötzlich haben sie einen Termin verpaßt, und die Bahn kann ein weiteres Jahr Geld einsammeln ohne eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Das ist eine Gelddruckmaschine, die denen da eingefallen ist – und ich halte sie für ungesetzlich, weil es keine Möglichkeit gibt, diesen Dauerservice per Kästchen auf dem Anmeldeformular gleich wieder abzubestellen. Die machen das einfach – soll doch einer bis zum Bundesverwaltungsgericht klagen!
Die Brüder Schmidtlein haben ihre betrügerischen webSites “simsen.de” etc. mittlerweile nicht mehr in Betrieb, weil die Leute – unter anderem ich auch, in Vertretung für meine Tochter, die sich hat einwickeln lassen – sich gewehrt haben, statt still und leise die Hoffnung aufzugeben und zu bezahlen.
Ich sehe mich mehr und mehr von betrügerischen Machenschaften umgeben: kleine Beträge, die uns tagtäglich unberechtigt abgezockt werden. Aber da, wo sie landen, sind das ganz gewaltige Geldhaufen. Die nächste Abmahnwelle rollt schon auf uns zu: betrügerische Anwälte sitzen in den Startlöchern, um gegen teure Gebühren website-Betreiber abzumahnen, die auf ihren webSites ein Jota falsch geschrieben haben. Der MediaMarkt macht’s vor, und weitere Sesselpupser werden dem folgen – wenn wir uns nicht massiv dagegen wehren.
Jedes Problem, dass wir uns durch Willfährigkeit oder vom Überdruß geleiteten Handeln vom Halse schaffen, gebiert zwei neue – weil andere dadurch auf den Geschmack kommen. Das möchte ich nicht mitmachen. Ihr etwa?
Donnerstag, 15.2.07 - by Thomas
Die spinnen. Die wollen jetzt von mir 7 Euro “Verwaltungsgebühren” haben, weil sie es so schwer hatten, nachzuvollziehen, dass ich im Besitz einer gültigen Fahrkarte war.
Mit meinen Einlassungen lande ich immer bei einer gewissen “Denise Buhse” im “zentralen Kundendialog”, der aber kein Dialog ist, sondern eine Art Google für Textbausteine: scheint ein interessanter Algorithmus zu sein. Z.B. freuen sie sich, wenn ich ihre Dienste weiterhin in Anspruch nehme, was aber nicht stimmen kann, weil ich ja dafür 7 Euro zahlen soll. Das belastet jedoch die Verwaltung ungeheuerlich – wieso freuen sie sich dann?
Mein Brief findet sich, wenn man auf “Weiterlesen” klickert.
—-» Bahnbürokraten weiterlesen …
Mittwoch, 14.2.07 - by Thomas
Eine Bilderserie bei n-tv verspricht im Aufmacher “Wie Farben wirken”. Wenn man das dann anklickt, kommt einem eine Bilderstrecke mit vollkommen zweitrangigen Bildern und populärpsychologischen Unterschriften.
Beispiel: die Farbe “rot” wird mit Wut, Zorn, Aggressivität und Brutalität verbunden – und dazu eine weiße Emaille-Schüssel mit roter Farbe gezeigt, auf der Vatikan steht. Ein Bild vorher ein Bild des alten, schwachen Papst Johannes Paul II. in rotem Ornat. Als Symbol für Macht. O sancta simplicitas!
Mein Gott, da hatte aber einer wirklich nichts zu tun und mußte sich am letzten Tag vor seiner Entlassung nochmal so richtig auskotzen. Oder vielleicht nicht? Machen die das extra bei n-tv?
Dienstag, 13.2.07 - by Thomas
Das hier kam in einem Chat vor:
- Kann hier irgendwer Spanisch?
- Halt du dich da raus. Du kannst noch nichtmal Deutsch.
Dienstag, 13.2.07 - by Herbert
Siehe da, manchmal gibt’s Menschenrechte auch für Väter: http://www.n-tv.de/765682.html
obwohl die unsägliche Ministerin Zypries seit Jahren alles daran setzt dies zu verhindern.
Dienstag, 13.2.07 - by Herbert
“Dazu kommt die Relativierung der Geschlechter-Differenz… Damit wird im stillen jenen verhängnisvollen Theorien recht gegeben, die das Mann-Sein und Frau-Sein des Menschen als bloße Biologie abqualifizieren; die uns sagen, der Mensch – das heißt sein Intellekt und sein Wille – entscheide selbst, was er sei oder nicht sei. Das ist eine Verhöhnung der Leiblichkeit, in der der Mensch sich von seinem Leib – von der ‘biologischen Sphäre’ – emanzipieren will und sich dabei nur selbst zerstören kann”
P. Benedikt XVI.
Ansprache an die Römische Kurie am 22.12.06
L’Osserv. Romano 5/1/07, 7
Montag, 12.2.07 - by Thomas
Was ist eigentlich web 2.0?
Der elektrische Reporter meint dazu:
Web 2.0 ist, wenn Du dein Blog umdekorierst, anstatt Deine Wohnung neu zu tapezieren.
Woher kennen die mich? Das ist doch nicht zu fassen!