Archive for März, 2008
Montag, 31.3.08 - by Thomas
Ich brauche eine neue Bahncard, weil ich am Freitag verreisen möchte.
Also zuerst ins Internet geschaut: alles super, aber man kriegt sie erst in 14 Tagen. Dort wird auch was von “Sie können sie zwei Tage nach Bestellung im Internet zum Ausdruck bereitstellen lassen, wenn sie sie vorher brauchen”. Aber ich gehe mal davon aus, dass das nicht klappen wird – und ich dann am Freitag mit gekaufter Fahrkarte als Schwarzfahrer dastehe.
Also im Reisebüro angerufen. Kein Problem, Bezahlung ist – im Gegensatz zum Internet) – auch mit VISA-Card möglich. Alle Daten telefonisch rübergegeben, Formular ist ausgefüllt. Kostet 55,– € + 3€ Bearbeitungsgebühr.
Hä? Ich will eine Bahncard für 55€, wie sie beworben wird, nicht für 58€, wo sich noch irgendeiner ein paar schnelle Euros hinterherzockt. Das sage ich der Dame auch, aber die begründet das damit, dass die Bahn keine Vermittlungsprovision mehr bezahlt. Die lassen also andere Leute knallhart ohne Gegenleistung ihr Geschäft machen. Da schnappst Du nach Luft: die kriegen das durch! Ich bin sprachlos.
Aber – ist das mein Problem? Ich sage der Dame, dass ich dafür nichts kann – und dass es nicht mein Problem ist. Sehr wohl aber, dass jeder sich neuerdings noch mit einem nicht gerade unerheblichen Betrag an alles mögliche dranhängt). Sie konnte wohl merken, dass mir das Ernst war: ich nehme das Ding nicht für 58€, und den Service, den sie mir zu bieten glaubt, empfinde ich nicht als solchen: ich muss ja schließlich auch noch da hinfahren!
Jetzt verzichtet sie auf die Bearbeitungsgebühr. Das würde ich an ihrer Stelle nicht tun, sondern meine Zusammenarbeit mit der Bahn großflächig überdenken. DER ist ja nun nicht der kleinste Geschäftspartner, den die Bahn hat!
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Fußnoten:
Montag, 31.3.08 - by Thomas
Olympia-Boykott?
Die Chinesen treten die Menschenrechte mit Füßen) – in Tibet seit Jahrzehnten, und ansonsten ist man auch nicht zimperlich. Und wenn sich Widerstand regt, dann hauen sie drauf, ohne Rücksicht auf Verluste. Das ist das Verhalten eines Kolonialherren, nicht das eines Mitglieds der Weltgemeinschaft. So zumindest sehe ich das als Europäer.
Nun haben sie ja die Olympiade aus unerfindlichen Gründen an Land gezogen – und wollen damit Weltoffenheit demonstrieren. Was sie wollen und was sie tun, sind hier zwei ziemlich unterschiedliche Paar Stiefel: der eine elegant und mondän, der andere grob und in Militärausführung. So beschuht läßt sich schlecht laufen, und hier hinkt nicht der Vergleich, sondern der, der’s versucht.
Zufällig hat die Welt gerade ein gutes Druckmittel: den Boykott der olympischen Spiele in Peking. Aber dieses Druckmittel wird nicht genutzt – unter Hinweis darauf, dass diplomatisches Handeln statt Boykott sinnvoller sei. Wer glaubt denn sowas angesichts brutaler Gewalt?
- Die Politik. Um es sich mit dem wichtigen Auftraggeber China nicht zu verscherzen, werden ein paar tote Tibeter (und ein ganzes unterdrücktes Volk) mal schnell zum kleineren Übel. Die Bundeskanzlerin kann den Dalai Lama leider nicht empfangen, das mögen die Chinesen nicht so gerne, und deswegen hat die Bundeskanzlerin leider keinen Platz im Terminkalender.
- Das nationale Olympische Komitee: Die “Spiele” bringen Geld, Geld, Geld, Kohle ohne Ende. Da nicht hinzufahren schafft zwar ein gutes Gewissen, aber die Taschen der Funktionäre werden nicht voll davon: sie hatten sich mehr erwartet als jetzt schon darin gelandet ist. Deswegen wird flugs die Ausrede “Sport hat mit Politik nichts zu tun” auf die Fahne geheftet.
Kann ich nicht verstehen. Hier gehört eine klare Haltung hin. Ich zumindest schaue mir keinen einzigen Wettkampf an, das steht fest. Ich will mit dieser Olympiade nichts zu tun haben. Ich will, dass die Chinesen mit dem Dalai Lama auf gleicher Augenhöhe reden – und dass Tibet ein freies Land ist.
Nachtrag: China zeigt der EU mit deutlichen Worten einen Vogel. Findet die EU genauso deutliche Worte?
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Fußnoten:
Samstag, 29.3.08 - by Herbert
Wenn ich das Anliegen und die Durchführung des sogenannten Professorinnenprogramms richtig verstehe, geht es hierbei darum, Stellen für Professorinnen an Hochschulen zu schaffen, die die Hochschulen (noch) gar nicht brauchen, dafür aber Frauen gut versorgen. Hochschulen werden mithin degradiert zu Versorgungsanstalten für Frauen.
Ist so etwas eigentlich mit dem Grundgesetz und dem Antidiskriminierungsgesetz vereinbar sowie mit dem Auftrag an die öffentliche Hand, sparsam und wirtschaftlich mit Steuergeldern umzugehen? Was ist überdies eine wissenschaftliche Karriere noch Wert, die auf einer solchen Art der Protektion beruht? Sollen Frauen sich in Zukunft unterscheiden in richtige Professorinnen und solche, die es über das Programm des Ministeriums geworden sind?
Wobei freilich: die neuen W2- und W3-Besoldungen für Professoren und Professorinnen halten die Versorgung (auch für Frauen) in vergleichsweise engen Grenzen. Vielleicht – ein kleiner Tipp an die Ministerien – könnte man wenigstens die bessere Stufe W3 für Frauen reservieren, während die deutlich kleinere Stufe W2 den Männern vorbehalten bleibt?
Freitag, 28.3.08 - by Thomas
Ich mußte mal ein neues MacBook Pro haben – denn da ich manchmal aushäusig arbeite und das dann auch mit Windows muß, ging das mit dem alten nicht mehr. Weitere Vorteile sind:
- 4GByte Speicher, 350GB Festplatte – dass sich was tut
- Magnetischer Anschluß für die Stromversorgung: geplante Sollbruchstelle, falls man über’s Netzkabel stolpert
- Kamera im Display eingebaut
- Bildschirmanschluß für sekundären Bildschirm
- Die Infrarot-Fernbedienung (ist nicht dabei, hatte aber noch eine rumfliegen) zum Foto- oder Filmgucken ist einfach toll
- WLAN, Bluetooth ist natürlich drin
- Das Trackpad haben sie gründlich aufgemotzt: die ganze iPhone-touchPad-Technologie.
Also bin ich zum mStore München in die Lindwurmstraße gefahren und hab mir eins gekauft. Nun boten sie mir eine Finanzierung zu 0% über 10 Monate an – nach kurzer Überlegung dachte ich mir: da wär’ man blöd, wenn man’s bar bezahlt. Es war nun schon gegen 18 Uhr, die Daten waren zwar alle eingegeben, aber die Bestätigung von der Bank kam nicht, und ich hatte keine Zeit mehr zu warten. Also bot der Inhaber an, mir das Teil nach Gröbenzell zu bringen, um mir eine weitere Fahrt in die City zu ersparen.
Und das tat er auch: am folgenden Tag zur Mittagszeit stand das Ding auspackbereit auf meinem Schreibtisch. Das nenne ich mal netten Service!
Jetzt hört es auf den Namen Thetis und ist hungrig auf Programme. Und was mache ich jetzt mit Iphigenie?
Mittwoch, 26.3.08 - by Thomas
Aus einem Artikel der ZEIT über Mathematik und Mathematiker):
Aber die meisten dieser 40 Männer und 4 Frauen) (die akademische Mathematik ist weitgehend eine Männerdisziplin, dieses Vorurteil stimmt)) werden diesem Klischee nicht gerecht.
Ich bin schon öfter wegen dieser politisch völlig unkorrekten, ansonsten aber korrekten Aussage kritisiert worden, und mir fehlte bisher der Beleg: hier ist er. Wer sich deswegen mißverstanden, zurückgesetzt, unverstanden oder ausgegrenzt fühlt, ist selber schuld: ist damit nicht gemeint. Gemeint ist damit ausschließlich, dass nicht alles Sache der Erziehung ist.
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Fußnoten:
Dienstag, 25.3.08 - by Thomas
Ich möchte die Leser hier auf ein gelungenes weblog aufmerksam machen: Annas “mittendrin“.
Sie schreibt über ihren jüdischen Alltag in Deutschland – und will auf keinen Fall irgendwelche religiösen oder weltanschaulichen Verbesserungsschlachten führen. Viele Christen haben ein seltsames Verhältnis zu den Juden: einige fühlen sich massiv schuldig wegen der Greueltaten im zweiten Weltkrieg und machen tierisch einen auf Verständnis für alles. Andere wiederum sehen in Jesus Christus einen Juden) und hätten es nun ganz gerne, wenn sie mit den Juden über das neue Testament diskutieren könnten – ein Buch, das es für Juden wohl gibt, aber in keiner Weise mit ihrer Religion irgendwas zu schaffen hat. Wieder andere wollen die Juden für’s Christentum vereinnahmen: Aus Eurer Religion ist unsere geworden, also warum nehmt ihr nicht einfach unsere an?
Das sind alles so Sachen, die zwar sehr interessant sind – aber den gelebten Alltag eines Menschen nicht so tangieren, dass sie zur Lebensnotwendigkeit werden. Anna versucht das zu vermitteln, aber es ist nicht ganz einfach. Ich empfehle, es einfach nur so zu lesen, als sei es das Blog des Nachbarn um die Ecke.
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Fußnoten:
Montag, 24.3.08 - by Thomas
Mensch, heute um 17:00 war Weltuntergang, zumindest war es so vorhergesagt worden. Und ich habe es verpenn! Ich bin eingeschlafen!
Da hatte ich mir doch extra noch eine eMail schicken lassen, damit ich das nicht verpasse, sondern mich ans Fenster stelle und hinausschaue, denn das sieht man ja auch nicht alle Tage. Und jetzt? Jetzt ist immer noch Ostermontag, der Weltuntergang ist seit 31 Minuten vorbei aktiv und – ja, nix is.
Nachtrag 21:19. Ich hatte meinen iPod einige Stunden zum Aufladen ans Netz gehängt. Deswegen kam die Meldung zum Weltuntergang in Münster leider erst um 21:19 durch. Im Hintergrund der Ammersee bei stürmischem Wetter.
Sonntag, 23.3.08 - by Thomas

Infolge des kalten Osterwetters haben wir heute nur einen Gang der Pegnitz entlang von Nürnberg nach Fürth gemacht. Früher haben sie dafür eine Eisenbahn gebaut, ich finde jedoch, dass man da auch gut zu Fuß gehen kann.
Am Pegnitzufer fanden sich blühende Bäume, die die Rechnung leider ohne den Wirt gemacht hatten.
Sonntag, 23.3.08 - by Thomas
Wie heißt es doch in Luthers fettem Osterchoral “Christ lag in Todesbanden”:
Wir essen und leben wohl
In rechten Osterfladen,
Der alte Sauerteig nicht soll
Sein bei dem Wort der Gnaden …
Nun, ich bin zwar katholisch und mir können Luthers Kochrezepte ja relativ egal sein. Aber es ist ja keine große Kunst, sich einen rechten Osterfladen selbst zu gestalten:
Hefeteig machen, grüne Speisefarbe rein, gehen lassen (den Teig viel, sich selbst weniger), Zopf machen, Backofen ordentlich aufheizen – fertig ist der rechte Osterfladen in ungefähr 40 Minuten bei 200°. Hände während des Backvorgangs aus dem Backofen nehmen.
Obwohl ich glaube, dass es Leute gibt, die sich fragen, was die grüne Speisefarbe soll – vor allem, wenn man den Zopf noch üppig mit Eigelb bestrichen hat.
Tja. Das weiß ich jetzt auch nicht. Aber hier ist eine reich bebilderte) Bedienungsanleitung zur Herstellung eines vegetarischen Osterfladens:
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Fußnoten:
Sonntag, 23.3.08 - by Thomas
Die Osternacht erlebte ich dieses in Nürnberg St. Lorenz, eine der beiden evangelischen Hauptkirchen.
Die Liturgie begann in der dunklen Kirche, ohne elektrisches Licht, die Lichter der Stadt warfen durch die Kirchenfenster einen matten Schein. Das Lorenzer Vokalensemble unter der Leitung von Matthias Ank intonierte “An den Wasserflüssen von Babylon saßen wir und weinten” von Arvo Pärt – wunderbares Stück für vierstimmigen Chor und Orgel.
Dann zog die Schola mit der Osterkerze ein: der mittlere Leuchter wurde heruntergelassen und entzündet. —-» Osternacht weiterlesen …
Freitag, 21.3.08 - by Thomas
Heute im Karfreitagsgottesdienst war denn auch unter den “Großen Fürbitten” die Bitte für die Juden zu hören:
„Lasst uns auch beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst gesprochen hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie das Ziel erreichen, zu dem sein Ratschluss sie führen will. Allmächtiger, ewiger Gott, du hast Abraham und seinen Kindern deine Verheißung gegeben. Erhöre das Gebet deiner Kirche für das Volk, das du als erstes zu deinem Eigentum erwählt hast: Gib, dass es zur Fülle der Erlösung gelangt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“
Darum hatte es unlängst einige Irritationen gegeben – nicht um die Formulierung oben, sondern um die nach dem neuen lateinischen Text, den Papst Benedikt im Sommer letzten Jahres zertifiziert hat:
„Oremus et pro Iudaeis, Ut Deus et Dominus noster illuminet corda eorum, ut agnoscant Iesum Christum salvatorem omnium hominum. Omnipotens sempiterne Deus, qui vis ut omnes homines salvi fiant et ad agnitionem veritatis veniant, concede propitius, ut plenitudine gentium in Ecclesiam Tuam intrante omnis Israel salvus fiat. Per Christum Dominum nostrum. Amen.“)
Ursache dieser ganz besonderen Fürbitte für die Juden in den Großen Fürbitten am Karfreitag ist die Tatsache, dass die Christen in Jesus Christus den Messias sehen, den von Gott in die Welt gesandten Erlöser für alle Menschen. Die Juden hingegen sehen in Jesus (lediglich) einen Propheten, wenn auch einen ganz besonderen – deswegen warten sie bis heute auf den ihnen verheißenen Messias. Die Christen anerkennen sehr wohl, dass ihr Glaube ganz wesentlich aus dem jüdischen Glauben hervorgegangen ist, und sie sehen, dass Jesus zu den Juden gekommen ist um dort sein Heilswerk zu beginnen. Nach ihrem Verständnis hat Gott das vielleicht nicht ohne Grund so gewollt, und deswegen nehmen sie das Volk der Juden in besonderer Weise in ihre Fürbitten mit auf.
Bis zum 2. Vatikanischen Konzil war in dieser Bitte mit Blick auf die Juden von “Perfidie” (Treulosigkeit), Unglaube und Verblendung die Rede. Das II. Vaticanum hat sich von diesem jahrhundertealten Quatsch deutlich distanziert und die obige (erste) Bitte formuliert. Diese weist sehr deutlich auf die Geschwisterlichkeit der beiden Glaubensrichtungen hin und will auf keinen Fall Gott in seinem Ratschluß vorgreifen.
Bei der zweiten, neueren Bitte frage ich mich, wieso auf diese Weise ausgerechnet für die Juden gebetet werden soll: dieser Text läßt sich unschwer auch für die Muslime und die Hindus oder alle anderen Religionen brauchen, die ihren eigenen Weg gehen. Das besondere Verhältnis des Christentums zu den Juden läßt sich da nicht mehr sehr deutlich herauslesen. Finde ich ebenso unnötig wie schade.
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Fußnoten:
Freitag, 21.3.08 - by Thomas
Persönliche Umfrage, Schüler, 14:
Was war denn an Karfreitag?
Das war da wie der Jesus in die Stadt eingezogen ist und den Palmzweigen und so.
Donnerstag, 20.3.08 - by Thomas
Gestern abend hörte ich von jemand, der sich in Freising um eine Bibliothekarsstelle bewarb:
— …
— Und dann war ich bei den Regensburger Domspatzen!
— Dann kennen Sie ja den Bruder des Papstes!
— Oh ja, natürlich. Und meine Mutter hat beim Bruder des Papstbruders studiert.
Mittwoch, 19.3.08 - by Thomas
Spam-Comments auf weblog-Beiträge funktionieren so:
- Der Spammer sucht sich irgendeinen Beitrag aus dem weblog heraus und schickt dann einen mit Links gespickten Kommentar. Wenn man auf einen dieser Links klickt, fängt man sich leicht was ein: im Internet gibt es keine Anonymität. WordPress versucht solche Spam-Kommentare abzufangen, indem es alle Kommentare, die mehr als einen Link enthalten, einfach erst mal in die Warteschleife stellt: da kann der weblog-Betreiber nochmal einen Blick drauf werfen, ob das wirklich ein ernstgemeinter Kommentar sein soll oder Spam ist.
Eine andere Methode zur Spam-Abwehr in weblogs ist Akismet: da sammelt irgendwo ein hilfreicher Zeitgenosse) alle web-Adressen, von denen schon mal Spam vorgekommen ist. WordPress vergleicht jeden Absender eines Kommentars mit diesen Adressen: wenn es eine Übereinstimmung feststellt, dann kommt der Kommentar automatisch in den Spam-Eimer. Sehr praktisch: ich habe auf diese Weise bereits über 1.800 Spam-Kommentare ohne eigenes Zutun entsorgt.
Heute morgen bin ich etwas unsicher geworden: da gab es einen Kommentar von “Ute S.”, die sich einen länger zurückliegenden Diesellog-Beitrag vorgenommen hatte und ihn auch durchaus ernsthaft kommentierte. Aber wenn man auf Ute S.’ Namenseintrag klickte, dann landete man auf irgendeinem – sagen wir: – Erotik-Bahnhof.
Ich habe deswegen zwar Ute S.’ Kommentar dringelassen, aber den Link entfernt. Gegen Erotikseiten habe ich nichts – soll jeder machen, was er will, und wer’s mit seinem Bildschirm treiben will – bitte schön. Aber Erotikseiten sind ein Haupteinfallstor für Viren, Trojaner, Würmer, Phisher und alles sonstige Ungeziefer, das sich im Netz herumtreibt. Auf dem Mac passiert eigentlich selten was, aber das Diesellog kann man ja auch vom PC aus lesen.
Also, liebe Ute S.: nichts für ungut und danke für Deinen Kommentar: den kann man so lassen. Aber Links auf Erotikseiten sind mir zu gefährlich. Deswegen habe ich den rausgenommen.
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Fußnoten:
Mittwoch, 19.3.08 - by Thomas
Ich habe das Diesellog auf WordPress 2.3 umgestellt. Das alte Layout läuft da jetzt leider nicht mehr drauf, deswegen habe ich in harter Arbeit ein neues erstellt.
Möglicherweise wird es in den nächsten Tagen noch weitere Änderungen geben, zumal ich über Ostern ein wenig Urlaub zu machen gedenke. Da ist ja dann auch für sowas hoffentlich mal ein bißchen Zeit.
Sonntag, 16.3.08 - by Thomas
Mein Vetter Klaus baut in Leipzig eine größere Hütte, für die man anscheinend ziemlich große Kräne braucht.
Herzlichen Glückwunsch zu dem Auftrag, lieber Klaus! Und vielen Dank an Dieter Rohn aus Leipzig, der mir mit diesem Zeitungsausschnitt) ein gesegnetes Osterfest wünscht.
Wenn das Ding Wirklichkeit wird, dann wird es in Gondwanaland so warm, dass man in Zukunft die Ostereier dort roh verstecken kann: wenn die Kinder sie gefunden haben, sind sie bereits gekocht. Die Stadt Leipzig wird sich diesen Service sicher gut bezahlen lassen.
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Fußnoten:
Samstag, 15.3.08 - by Thomas
Dialog vor’m Frühstückseierkochen:
- Papa, wo sticht man denn das Ei an?
- Unten.
- Danke.
Hä?


War völlig klar, was gemeint ist. Aber: wo ist denn bei einem Ei unten? Ein Ei ist eigentlich ein Sphäroid) mit genau drei deutlich unterscheidbaren Wandkrümmungen: eine weniger stark gekrümmte Fläche (Seite), eine stark gekrümmte Fläche (Spitze) und irgendwas, was dazwischen liegt (Boden?).
Aber wenn man davon ausgeht, dass unten das ist, was dem Erdboden in Normallage am nächsten liegt, dann müßte wohl die Seitenlage mit unten gemeint sein – dennoch käme niemand auf die Idee, dort mit der Nadel reinzustechen. Und Seitenlagen gibt es für ein Ei zudem ziemlich viele …
Anscheinend definieren wir das, was bei einem Ei unten ist, über die Vorstellung von dem, was eine Spitze ist. Und deren Definition kommt wohl von dem, was bei einem Berg die Spitze ist – und die ist oben, so weit wie möglich weg von der Erdoberfläche, mit vergleichsweise sehr geringem Radius (oder sehr starker Krümmung). Offensichtlich definieren wir hier Spitze nicht mit einer Nadelspitze: die wiederum denken wir uns auch oft nach unten gerichtet.
Es scheint also zwischenmenschlich im Falle einer Eierkommunikation vollkommen klar zu sein, wie man sich ein Ei im Raum angeordnet vorzustellen hat. Auch alle ideellen Eierdarstellungen (Ei-cons) stellen die Eier immer mit dem geringsten Radius nach oben ausgerichtet dar – und so stehen sie auch auf dem Eierbrett). Es ist uns also unlogischerweise immer völlig klar, was gemeint ist, wenn wir beim Ei unten sagen.
Erstaunlich eigentlich, dass es Sachverhalte gibt, über die man sich nicht erst einigen muß, sondern die uns völlig klar sind, ohne dass sie jemals einer definiert hat. Isso.
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Fußnoten:
Freitag, 14.3.08 - by Thomas
So – alle durch. Heute morgen hat auch mein Sohn Johannes die Führerscheinprüfung bestanden. Leider hatten sie vergessen, den Lappen mitzubringen, deswegen muss man den jetzt beim Landratsamt in Fürstenfeldbruck abholen. Aber der Beamte macht eben um 12:00 Dienstschluß – keine Chance mehr bis Montag.
Dachte ich. Man kann sich beim “Bürgerservice” auf dem Landratsamt auch eine vorläufige Fahrerlaubnis besorgen. Die gilt dann drei Monate lang, und man hat geraume Zeit, sich den echten Lappen abzuholen.
Na ja, ein bißchen mehr Fahrpraxis kann ja auch nicht schaden.
Innerhalb 5 Jahren haben jetzt alle drei Kinder den Führerschein gemacht. Wenn ich meine diezbezüglichen Überweisungen an die Fahrschule nachschaue, dann habe ich denen bezahlt:
- 2004: 1.966,30 €
- 2006: 2.444,00 €
- 2008: 2.452,97 €
Das sind also 6.863,27€ für drei Führerscheine – knapp 13.300 DM. Nicht eingerechnet darin sind Nebenkosten wie Gebühren für Landratsamt, Erste-Hilfe-Kurse, Optiker und so’n Kleinkram – wo jeder noch kräftig mitverdient, wo er kann. Übrigens: in der gleichen Zeitspanne habe ich 18.788€ Kindergeld bekommen. Man kann also die Fürerscheine vom Kindergeld locker bezahlen.
Aber jetzt haben sie ihn. Herzlichen Glückwunsch, Johannes!
Donnerstag, 13.3.08 - by Thomas
Christoph Drösser aus der “Stimmt’s?”-Redaktion der ZEIT meint:
Man kann also davon ausgehen, dass die Ächtung der Hinrichtung inzwischen bei uns eine breite Mehrheit hat. Von den Meinungsforschungsinstituten wird die Frage routinemäßig gar nicht mehr gestellt.)
Er beruft sich darauf, dass zwar in den 70ern die Zustimmung zur Todesstrafe ansichtlich der RAF-Teroristen bei 67% gelegen haben soll. Heutzutage – angesichts der Hinrichtung von Saddam Hussein – liege diese Zustimmung stabil bei unter 50%.
Dem Frieden traue ich nicht. Saddam Hussein war Iraker – und schön weit weg. Wenn wieder so ein Kindermord durch die Gazetten getrieben wird wie die Sau durch’s Kappesfeld, dann liegt die Zustimmung der Deutschen auf “Todesstrafe für das Schwein” garantiert gleich wieder bei 70%. Deswegen halte ich es für gut, dass solche Gesetzesänderungen nicht plebiszitär, sondern parlamentarisch getroffen werden.
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Fußnoten:
Mittwoch, 12.3.08 - by Thomas
Welche erschreckenden Aspekte die Zusammenarbeit staatlicher Stellen und privater Unternehmen haben kann, schildert dieser Beitrag im lawblog.
So nach dem Motto: aha, die Staatsanwaltschaft will den Namen zu einer IP-Adresse haben. Ich will heim. Also machen wir das noch schnell und dann ist Feierabend.
Für die Person, die sich hinter der IP-Adresse verbarg, hatte diese flüchtige Eile fatale Folgen. Rechner weg, Firmenrechner weg, unangenehme Fragen, Misstrauen im Familienkreis: über die fragliche IP-Adresse waren zum entsprechenden Zeitpunkt Kinderpornos hochgeladen worden.
Aber nicht von dieser Person. Der Mitarbeiter beim Provider hatte sich leider vertan. Ja, sind die noch zu retten?