Mehdorn raus!
Die Bahn kann nicht privatisiert werden.
Hartmut Mehdorn hat in den letzten Jahren einen Kahlschlag an öffentlichem Eigentum durchgezogen, der jegliches Augenmaß verloren hat. Dazu gehört:
- Die profitablen Interregio-Linien sind weggemäht worden, denn sie haben dem unprofitablen ICE Kunden weggenommen.
- Im Zuge der Abschaffung der Interregio-Linien sind große Städe und Großstädte praktisch vom Fernnetz der Bahn abgekoppelt worden. Trier (um die 100.000 Einwohner) ist praktisch nur noch per Nahverkehrszug zu erreichen: das kostet die Reisenden Stunden.
- Es sind Milliarden in den ICE investiert worden. Der fährt aber nur die allergrößten Städte an – und zufällig noch die, die einigermaßen profitabel auf den Verbindungsstrecken liegen.
- Die Bahn ist auf brutale Weise börsentauglich gemacht worden, indem ihr das eigentliche Ziel genommen wurde: sie soll jetzt Profit bringen, statt dass sie ihre öffentliche Aufgabe der Personenbeförderung wahrnimmt.
Die Bahn wird dem Staat immer auf der der Tasche liegen – genauso wie das Straßennetz oder die Abfallentsorgung. Solche Aufgaben lassen sich nur dann profitabel gestalten, wenn man nur die “großen” Verbraucher wie die Metropolen bedient – und alle anderen rigoros und restlos links liegen läßt.
Das wiederum wird dazu führen, dass die Bewohner mehr und mehr auf private Initiativen setzen – also Auto fahren, und wenn sie damit einmal angefangen haben, werden mehr und mehr Straßen gebraucht und mehr und mehr fossile Energie muß zu immer teureren Preisen eingekauft werden.
Eine Politik, die von nachhaltiger Energienutzung spricht, kann die Bahn nicht privatisieren – sie kann nur eins tun: Hartmut Mehdorn schleunigst rausschmeißen und die Bahn in die Hände verantwortlich wirtschaftender Manager zurückgeben.
Wer die Bahn privatisiert und so vom Volk über Steuergelder geschaffene Werte an Privatinvestoren verschenkt, der handelt nicht im Sinne des Volkes. Auch nicht dann, wenn sie vorerst nur 25% verschenken wollen: das wird ganz schnell mehr werden.



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