Glückstag
Heute ist der erste Juni, die Sonne scheint schon frühmogens warm, ich sitze auf der Terasse, höre den Vögeln zu – und gleich darf ich in der evangelischen Kirche die erste Flöte bei der Kantate 18 spielen: besser kann’s einem eigentlich nicht gehen. Ich habe mal die Kamera in den Garten gehalten, damit ich mir die Morgenstimmung später nochmal anhören kann.
Kantate 18 (Gleich wie der Regen und Schnee vom Himmel fällt) war die erste Bach-Kantate, die ich bewußt gehört habe, das muß 1981 im Radio gewesen sein. Damals traf es mich ein Blitz und ich dachte “Was ist das denn?”. Seit diesem Sonntag morgen habe ich Bach’s Kantatenwerk gründlich studiert – so wie es für einen Laien möglich ist, der nebenher noch Beruf und Familie hat. Und jetzt habe ich hier in Gröbenzell ein Umfeld, in dem es möglich wird, selbst an so einer Aufführung mitzuwirken.
Tolle Entwicklung, hätte ich nie für möglich gehalten. Aber ich muß los. In einer Viertelstunde fangen wir an.



Du wirst ja romantisch, lieber Thomas, auf Deine alten Tage. Aber: ich gönn’s Dir – und wünsche Dir noch viele solche Glückstage.