Archive for Juli, 2008
Mittwoch, 30.7.08 - by Thomas
Bisher konnte man Kalender aus Apples Terminsoftware ical nicht gescheit von zwei verschiedenen Maschinen aus führen. Man konnte zwar Kalender eines anderen Benutzers anzeigen, aber in diesem Kalender konnte man nichts ändern. Das heißt: zwei Leute konnten nicht mit demselben Kalender arbeiten, sondern mußten das auf recht umständliche Weise mit zwei Kalendern bewerkstelligen.
Google war da einen Schritt weiter: man konnte dort Kalender recht komfortabel führen, und die Berechtigung, einen Google-Kalender zu editieren, konnte man an beliebig viele Leute weitergeben. Der Nachteil ist, dass man da immer in einen webBrowser umschalten mußte und dann wüst hin- und herklicken. Das ging zwar, ich fand’s aber umständlich. Einen solchen Google-Kalender konnte man auch wiederum in iCal anzeigen lassen – aber von dort aus betrüblicherweise nicht ändern.
Apple hat aber in iCal das sogenannte CalDAV-Protokoll intergriert: das ist ein festgelegtes Datenformat, mit dem man Kalenderdaten über das Internet austauschen kann (also sowas wie http oder ftp, eben nur für Kalender). Es gab nur bisher niemanden, der einen CalDAV-Server bereitstellte.
Deswegen war es für mich eine freudige Überraschung, dass Google seine Terminkalender jetzt auch via CalDAV führen kann – und das heißt: man kann jetzt über Apples iCal zum ersten Mal tatsächlich ein und denselben Kalender von beliebig vielen Benutzern anschauen und ändern lassen, ohne dass man dazu einen webBrowser (so wie Firefox oder Safari) benutzen muss. Voraussetzung dafür ist nur, dass man einen Google-Account hat und in Google einen Kalender erstellt hat.
Hier steht, wie’s geht: —-» Missing Link weiterlesen …
Dienstag, 29.7.08 - by Thomas
Steve Jobs, Chef und Visionär von Apple, scheint krank zu sein – und schon purzeln die Apple-Aktienkurse.
Wie das? Wenn Josef Ackermann krank ist, dann ändert sich an der Börse für die deutsche Bank gar nichts! Es liegt, glaube ich, daran, dass Apple nicht Computer baut, sondern Apple baut, was Steve Jobs will, und das sind zufällig Computer, iPods und iPhones. Wenn Steve Jobs sich einen iFön einbilden würde, dann würde Apple iFöns bauen und die Welt würde iFöns kaufen, selbstverständlich mit Anschluß an iTunes.
Es ist also kein Wunder: Apple hängt von Steve Jobs ab wie eine Biene vom Nektar. Ohne Steve Jobs ist Apple eine Firma wie jede andere auch, also so wie Dell, wie Acer oder IBM. Was haben die schon für einen Namen? Was haben die für ein Image? Nix, deren Kiste sind durchschnittlicher Standard, so wie Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher.
Apples Computer sind weiß, schleichen sich unauffällig ins Internet, verbinden sich auf geheimnisvolle Weise mit dem iPhone, und das klappt (wenn man von dem MobileMe-Fehlstart mal absieht). Der Besitzer kann damit arbeiten oder träumen. Der Windows-Benutzer kann nur arbeiten und muß Viren töten, und meist sind die Kisten zudem heiß und laut. Das macht keinen Spaß.
Da sehe ich eine Parallele zu Steve Jobs: die PC-Schrauber wollen Geld verdienen. Steve Jobs auch, und zwar viel, aber sein erklärtes Ziel ist es, außerdem auch noch schöne Maschinen zu bauen). Damit verdient er auch viel mehr als andere. Apple ist wie die katholische Kirche: das ist keine AG mit einem unauffälligen Management-Board, das demokratische Entscheidungen fällt. Es ist ein hierarchisch geführtes Unternehmen mit absoluter Ausrichtung auf den Chef. Ob er nun Steve Jobs oder Benedikt heißt.
Und deswegen purzeln die Aktienkurse, wenn Steve Jobs krank wird. Ich schlage vor, dass der neue Apple-Chef hinter zugemauerten Türen gewählt wird und dass weißer Rauch aufsteigt, wenn sie einen haben. Und danach ist zu tun, was der sagt. Sonst ist Apple innerhalb von 10 Jahren vom Tisch.
Hier noch ein 9-Minuten-Beitrag von Deutschland Radio Kultur vom 29.7.2008.
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Fußnoten:
Montag, 28.7.08 - by Thomas
Aus dem Seminar “Wertschätzung” der evangelischen Akademie Bad Herrenalb, 4.-6. 7 . 2008):
Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei
- Kann man sagen, dass die zunehmende Bestrebung der Menschen, für sich allein zu leben und sich einzubilden, niemanden mehr zu brauchen, sündhaftes Verhalten ist?
- Entfernt man sich von Gott, wenn man statt der Hilfe anderer Menschen auf die finanzielle Leistungsfähigkeit von Versicherungen setzt?
- Wie die Lungen den Sauerstoff atmen müssen, so bedarf die Seele der Ehre.
- Jesus hat die Sünder nicht angenommen, weil sie sich bekehrt haben, sondern sie haben sich zu ihm bekehrt, weil er sie angenommen hat.
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Fußnoten:
Montag, 28.7.08 - by Thomas
Schnelles aus dem Flugzeug:
9. Mai: 09 Uhr Terminal 1, Hall B, Schalter 442-443, Eingang 4
Flugstrecke: 11.400km (Frankfurt – Buenos Aires)
Flugzeit zurück: 12:45h
Geschwindigkeit über Grund: 1005 km/h
Flughöhe: 33.000 ft (10.058 m)
Flug LH511
Cabin Attendance Hinflug:
J. Wittmann, LH 511
War etwas überfordert
Adresse in Buenos Aires:
Aparthotel Bosch
Stadtteil Vicente López
Bosch 780
Montag, 28.7.08 - by Thomas
Ich schreibe mir manchmal auf Vorträgen und Seminaren einige kleine Gedanken ins iPhone – um später nochmals drüberzulesen und zu schauen, ob ich es jetzt anders sehe.
Hier ist ein solcher Notizzettel:
Hölle)
- Der Hölle gehört die ewige Gier.
- Eine Eigenschaft der Hölle ist die Leere
- Die Kirche hat bis heute noch niemandem der Hölle übereignet – Heilige hingegen gibt es viele.
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Fußnoten:
Montag, 28.7.08 - by Thomas
Es hat sich eingebürgert, dass Entschuldigungen heutzutage vermehrt in den Konjunktiv übergeleitet werden. So schreibt der Pfarrer von Gröbenzell, der nach 15 Jahren Arbeit die Pfarrei verläßt, im letzten Pfarrbrief an die Gemeinde:
Sollte ich mit dieser, meiner Art Menschen verletzt haben, so bitte ich um Verzeihung).
Er selbst war ein Glücksfall für Gröbenzell, das kann man wirklich so sagen. Aber es blieb natürlich an so hervorgehobenem Posten nicht aus, dass es auch Menschen gab, die mit “dieser, seiner Art” nicht klar kamen – das ist immer so, wenn man an einen hervorgehobenen Posten gestellt ist. Dass er sich bei diesen Menschen entschuldigen möchte, ist im Prinzip eine gute Sache. Doch wie macht er das hier?
Durch den Gebrauch des Konjunktivs “Sollte ich …” koppelt er sich selbst und sein Handeln quasi von den Auswirkungen ab. Er sagt implizit: Ich habe so gehandelt, und dabei bleibt es. Wenn jemand sich dadurch behelligt fühlt, dann ist das schade, aber es ist nicht meine Sache. Er entschuldigt sich also nicht für seine Tat, die unter Umständen verletzend war, sondern ausschließlich dafür, dass sie verletzend gewirkt hat.
Das ist aber nicht im Sinne einer Entschuldigung. Man braucht sich nicht für Wirkungen zu entschuldigen, sondern man muß sich für das entschuldigen, was man getan hat). Wenn man einem anderen auf die Füße tritt, muß man sich nicht dafür entschuldigen, dass es dem anderen weh tut, sondern dafür, dass man es getan hat.
Man kommt auf diese unbedachte Weise nur allzu leicht in einen anderen, fatalen Zusammenhang: wenn man sich nur für die Wirkung entschuldigt, dann beginnt man darüber zu spekulieren, ob die Wirkung denn wirklich so schlimm gewesen sei, wie der Geschädigte es behauptet. Es wird also gar nicht mehr über die Ursache an sich geredet, sondern nur noch darüber, wie die Wirkung beurteilt werden muß, und sehr oft bleibt dann am Geschädigten zusätzlich auch noch die Forderung “Mensch, stell Dich nicht so an, das tut doch nicht weh!” hängen.
Es liegt aber nicht in der Definitionsmacht des Schädigers, darüber zu befinden, ob eine zugefügte Verletzung dem Geschädigten weh tut oder nicht: es gehört zur Achtung des Menschen dazu, dass man es ihm überläßt, in wieweit eine bestimmte Tat ihn verletzt oder nicht. Wenn man ihm das nicht zugesteht, dann wird eine Entschuldigung völlig wertlos. Denn man übergeht die Persönlichkeit des Geschädigten damit ein zweites Mal: Ich hau Dir eine rein – und entscheide dann noch für Dich, ob das weh tut oder nicht. Und es tut nicht weh, fertig.
Eine Entschuldigung muß also immer Einsicht in die Tat an sich voraussetzen – und sie muß dem, bei dem man sich entschuldigt, die Definitionsfreiheit lassen, welche unangenehmen Wirkungen die Schädigung auf ihn gehabt hat. Erst dann ist das Gleichgewicht wieder hergestellt.
Eine ernstzunehmende Entschuldigung des Pfarrers hätte also lauten müssen:
Ich weiß, dass ich durch meine Art einige Menschen verletzt habe. Ich bitte sie deswegen herzlich um Entschuldigung.
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Fußnoten:
Samstag, 26.7.08 - by Thomas
Heute morgen wurde der letzte Jahrgang katholischer Diplompädagogen verabschiedet, der in München an der Preysingstraße studiert hat. Den Studiengang gibt es jetzt nur noch an der kath. Fachhochschule Eichstätt.
Es ist eine schöne Sitte, den Abschluß der Ausbildungszeit mit einem feierlichem Gottesdienst zu feiern: an welcher Feierform können sonst so unverbindlich Eltern, Geschwister, Professoren und Lehrer teilnehmen? Sie haben die Absolventen doch mit Mühe und Freude bis hierher begleitet – da ist es nur gut und recht, noch einmal alle zusammen zu holen und sich zu freuen.
Jedenfalls war’s sehr schön, unterlegt durch eine ausgezeichnete Kirchenmusik unter der bewährten Leitung von Markus Eham. Auch Regionalbischof Haßlberger war gekommen – aus Freising mit dem Auto. Ich hab ihn gefragt, warum nicht mit der S-Bahn: nun, das sei mit Mitra und Stab doch ein etwas umständliches Unterfangen. Gut, das kann man einsehen. Erzbischof Reinhard scheint ja von Zeit zu Zeit die U-Bahn zu benützen. Find ich gut, denn Auto fährt man allein.
So geben solche Feiern doch immer wieder reichlich Stoff zum Nachdenken!
Freitag, 25.7.08 - by Thomas
Um halb neun etwa hab ich mich mit einem Buch, der Brille und einer Flasche Wein vor’s Haus gesetzt und ein bißchen gelesen. Nach kurzer Zeit kam der Nachbarsjunge vorbei: “Soll ich meinem Vater sagen, dass er auch rauskommen soll?” Klar. Dann kam noch eine Nachbarin vorbei, und wir fragten sie, ob sie auch ein Glas Wein wollte. Klar, ob sie ihrem Mann noch Bescheid sagen könnte? Klar. Und dann hat der Nachbar noch seine Frau geholt, und wir haben geratscht und uns gegenseitig die Welt erklärt. Jetzt ist es 12 Uhr durch. Und ich dachte am Anfang, daß ich ich da nur mal ein halbes Stündchen raussetze …
Ich glaube, ich mach das jetzt öfter. Und ich besorg mal einen Beamer, und dann machen wir am Sonntag abend einen Kinderfilm. Bud Spencer und Terence Hill oder sowas, damit ich auch meinen Spaß hab.
Freitag, 25.7.08 - by Thomas
Thomas Böttiger schreibt in seinem weblog “Streusplit”, dass es jetzt in Heidelberg Glücklichmacherkurse für Schüler (Bericht der netZeitung) gibt, und die Schüler sind nach dem Besuch eines solchen Kurses auf wirklich häppi, jaha!
Böttiger meint:
Ich frage mich allerdings, was sie dann alles im Elternhaus, in der Gesellschaft und in der Schule bislang gelernt haben — oder eben nicht.
Das, meine lieben Christen, frage ich mich schon lange: da weiß doch die Rechte nicht, was die Linke tut – und will es gar nicht wissen, denn die Defizite soll der Staat ausgleichen.
Die Gröbenzeller Grünen fordert immer weitergehenden Ausbau der Ganztagsbetreuung der Kinder vom Krippen- bis zum Abi-Alter, anläßlich der Jahreszeit jetzt auch verstärkt in den großen Ferien. Für mich liest sich das so: Ich hab hier zwar ein paar Kinder geworfen, aber ich bin nicht verantwortlich zu machen dafür, dass sie ein Zuhause haben, das muß bitte schön der Staat garantieren. Wie gut, dass die Heidelberger da jetzt endlich Kurse anbieten, die selbstverständlich auch nicht zu Hause stattfinden, damit die Eltern bei der Selbstverwirklichung auf anderem Gebiete nicht gestört werden.
Über Fritz Schubert, der das Projekt vorantreibt und gut findet: “Während er dafür im Inland häufig schräg angesehen wurde, gibt es den Trend zum Glücksunterricht im Ausland schon lange”. So schief, wie ich den angucken würde, kann man gar nicht gucken: dann würde ich umfallen.
Freitag, 25.7.08 - by Thomas
Seit heute morgen hab ich einen geänderten Vertrag mit m-net: von 6.000er auf 18.000er DSL hochgerüstet. Ein erster SpeedTest beweist, dass die 18.000 nicht erreicht werden – was aber morgens gegen 10 durchaus nachvollziehbar ist. In den nächsten Tagen muß ich das mal im Auge behalten.
Donnerstag, 24.7.08 - by Thomas
Ich weiß ja nicht, was in diesem Päckchen drin ist. Aber so blöd wie die Einwohner von Troja bin ich nicht: ich schaue garantiert nicht nach, was in der Datei “Rechnung_S833.zip” mit einem Gewicht von popeligen 20.5kB drinsteckt).
Wenn Odysseus so wenig trojanisch gekonnt hätte wie Mr. Clifford deutsch, dann hätten die Bürger von Troja das Pferd sicher abgefackelt, bevor es seine Übeltäter hätte ausspucken können. Das mache ich mit dieser eMail nämlich.
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Fußnoten:
Donnerstag, 24.7.08 - by Thomas
Voriges Jahr hatte die “Religion of peace” 9013 Todesopfer des Islam seit 9/11 gezählt. Heute – genau ein Jahr später – sind es 11506. Also 2493 Tote im letzten Jahr.
Nun, ich weiß nicht, wie und was die “Religion of peace” da zusammenzählt und woher sie die Daten haben. Aber es ist durchaus erschreckend, wie hier Menschenleben einfach vernichtet werden, weil die Religion nicht paßt.
Damit will ich in gar keiner Weise sagen, dass es besser ist, Menschenleben zu vernichten, nur weil sie auf der “Achse des Bösen” leben.
Donnerstag, 24.7.08 - by Thomas
Eines muß man den Apple-Leuten immer lassen: sie sind hochintegrativ. Jetzt haben sie für das iPhone so ein kleines Programm geschrieben, mit dem man iTunes fernsteuern kann. Und zwar jedes iTunes im Haus.
Gut – wenn man am Rechner sitzt, ist das kein großer Gewinn. Wenn man aber einen zweiten Airport an der Stereoanlage im Erdgeschoß hat – so wie ich – und den Mac im 2. Stock, dann wird das plötzlich sehr interessant: man kann dem Mac unter Dach von unten sagen, dass er sein Gezwitscher an die Stereoanlage schicken soll. Und was er an die Stereoanlage schicken soll auch. Und wenn man mehrere Maschinen am laufen hat, dann kann man eine auswählen.
Man hat also so eine universale Fernbedienung per WLAN in der Tasche. Und das geht auch von iPod Touch aus.
Genial ist das schon, sag ich. Kriegt man einfach so dazu …
Ein wordpress-App gibt’s auch. Das hier ist das Ergebnis. Umlaute können sie noch nicht, aber das wird sicher noch kommen.
Dienstag, 22.7.08 - by Thomas
Größere Kartenansicht
Mein Bruder hat in den Ferien Polen besucht und am Schluss der Reise auch Breslau). Er ist mit einem Bus älteren Modells gefahren, wo – wie er mir beichtete – der Ausfall eines Scheinwerferbirnchens zur Überlegung führte, ob das nicht ein Totalschaden sei. Na ja, ich bin ja mehr so der Hoteltyp …
Jedenfalls gab’s dieser Tage in Bayern 2 (Radiowissen) einen Beitrag über Wrozlaw, die alte polnische/tschechische/österreichische/deutsche) Stadt, die anscheinend in letzter Zeit mit viel Liebe und Sorgfalt restauriert worden ist. Man bekommt gleich Lust, selber mal hinzufahren.
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Fußnoten:
Sonntag, 20.7.08 - by Thomas
Am Samstag haben wir wieder einen Spaziergang in der Fränkischen Schweiz unternommen. Ich wollte mal wieder nach Buttenheim, weil es da Orginial Levi Strauss Jeans gibt, also Beinkleider jenes Herrn, der nach Amerika ausgewandert ist, danach kurzzeitig Handelsreisender in Sachen Alles Mögliche war und sich dann auf strapazierfähige Hosen spezialisiert hat. Kurz drauf war er reich, und ein paar Jahre später schwerreich. Am 14. Juli hat Bayern II im “Radiowissen” über ihn und die Jeans eine Sendung gemacht, die sich lohnt anzuhören.
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Jedenfalls: wer sich die Bilder vom Spaziergang anschauen möchte, kann das bei Picasa tun. Selbstverständlich habe ich für einige Bilder auch die genauen Aufnahmeorte vermerkt: es lohnt sich, den Gang selbst einmal nachzulaufen. Möglichst im Juli. Wegen der Kirschen.
Sonntag, 20.7.08 - by Thomas
In Zirndorf war rechtzeitig zu Beginn der Schönwetterperiode die langersehnte Lieferung von Gummistiefeln eingetroffen. Anscheinend wurden sie dann aber doch nicht gebraucht.
Dienstag, 15.7.08 - by Thomas
Was 6 Farben doch so alles verraten … hier kann man den sogenannten Lüscher-Farbtest machen, der aber nicht gleichzeitig als PISA-Test hergenommen werden kann, denn es kann vereinselt zu Rechtschreibefehlern kommen. Man nimmt sich nicht gegenseitig, die Buter vom Brod.
Also was mich angeht: stimmt genau – im Moment. Wie für alle anderen auch.
Dienstag, 15.7.08 - by Thomas
Unsere Schule ist in erster Linie lehrerfreundlich, in zweiter Linie elternfreundlich – und dann kommt erst mal lange nichts, und an den Rest müssen die Kinder halt angepaßt werden.
Das merkt man zum Beispiel am Samstagsunterricht: da haben sich die Lehrerinteressen gegen die Elterninteressen durchgesetzt. Deswegen müssen Schüler samstags nicht zur Schule, und das wird dann als familienfreundlich verkauft. In Wirklichkeit wäre es familien- (also Eltern- und Schüler-) freundlich, wenn die Schüler Samstags noch vormittags 5 Stunden hätten, also von 8 bis 12. Das würde den Nachmittagsunterricht radikal entzerren, die Schüler hätten nachmittags mehr Zeit für die Eigenentwicklung von Interessen und die Eltern den Samstagvormittag für sich. Aber die Lehrer hätten nicht frei – also bleibt es bei dem freien Samstag “aus familienfreundlichen Gründen”.
Anderes Beispiel: Jahrelang kein Mittagessen mehr. Mein Sohn geht in die 12. Klasse, nächstes Jahr in die K13. Er hat – wenn keine Stunden ausfallen, was Gottseidank häufiger vorkommt – immer Nachmittagsunterricht. Deswegen kommt er Mittags nicht nach Haus, deswegen macht er sich morgens ein Brot, weil das Essen in der Mensa auf die Dauer viel zu teuer wird. Die Kinder laufen also von morgens halb acht bis nachmittags um 5 Uhr druch – mit Pausenbroten.
Wenn das nicht zufällig den Lehrer- und Politikerinneninteressen auf anderen Ebenen so hervorragend in die Hände spielen würde, dann würde jeder vernünftige Mensch sagen: das ist Quatsch, so kann sich kein Mensch ernähren. Aber dann kommen wieder ein paar Schlaumeier und faseln was von “Vollwertkost in der Mensa”. Klar – wenn’s denn eine Mensa gibt, wenn dort einer vollwertig kochen würde (außer wenn der Minister oder der Landrat kommt) und wenn es sich die Familien leisten könnten.
Zu Hause gegessen mit einer vernünftigen Mittagspause von ca. 3 Stunden, das wäre für Familien leistbar und für die Schüler ein an ihre Bedürfnisse angemessenerer Lebensrhythmus. Aber unter den Lehrern hat es sich herumgesprochen, dass man nicht am Schulort wohnen darf, weil man dann unter Umständen beim Einkaufen “gar nicht abschalten kann”. Denn man trifft ja ständig Schüler, deren Eltern und anderer Prolls. Deswegen sind die Lehrer natürlich nicht interessiert an einer dreistündigen Mittagspause, die müßten sie sich entweder um die Ohren schlagen oder sie müßten nach Hause fahren, und das kostet wieder Sprit … also ist die Mittagspause auf eine Stunde verkürzt.
Das ist aber für die Schüler zu knapp zum heimradeln und wieder zurück. Wie gesagt. Erst mal lange nichts. Und auf den Rest werden die Schüler angepaßt.
Montag, 14.7.08 - by Thomas
Auf meinem Fax-Anrufbeantworter ist eine Nachricht von Klaus für “Hey, Alter” des Inhalts, dass der Lorenz gestern in Weingarten einen Bock geschossen hat und dass Klaus deswegen nochmal anrufen wird. Die Nummer von Klaus wird leider als unbekannt dargestellt, so dass ich mich genötigt sehe, seinen Anruf jetzt hiermit der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Nach dem Dialekt von Klaus würde ich ihn irgendwo an der schwäbisch-schweizerischen Grenze verorten.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Möglicherweise liest oder hört der Alte ja diesen Eintrag und weiß dann Bescheid. Ich rufe alle anderen weblogs auf, einen Link auf diesen Beitrag zu setzen, damit Klaus nicht noch öfter mein Fax anrufen muß.
Freitag, 11.7.08 - by Thomas
Ich war gestern abend wieder mal in München, traf mich mit meiner Tochter und wir haben uns dann in der Nähe der Pfarrkirche St. Margaret, Ecke Lindwurm/Pfeuferstr. einen Biergarten gesucht. Das ist einer, in den Touristen nicht hinkommen: er liegt zwischen einem Satz Hochhäuser, und die Leute kommen abends mit ihrer Brotzeit herunter, kaufen sich ein Bier und lassen es sich gut gehen. Das ist eine wunderschöne Atmosphäre, diese Biergarten-Oasen mitten im Trubel der Großstadt.
Zurück habe ich dann den Bus zur Donnersbergerbrücke genommen. Auf halber Strecke an der Haltestelle stand ein etwas schwankender Bayer, der den Bus bestieg und sich schwer in den Sitz fallen ließ: die Augen waren schon ein wenig wässerig und nicht mehr ganz so schnell. Plötzlich erscholl im Bus der Bayerische Defiliermarsch), und der Himmelblaukarierte zog ein gewaltiges Handy aus der Lederhos’n. Er ließ es genüßlich noch ein paar Takte laufen, drückte dann mit einiger Anstrengung auf einen offensichtlich viel zu kleinen Knopf und hob das Teil ans Ohr:
Wos’n?
…
Woaßt wos, Schatz? Leck mi am Arsch. I geh jetz zum Sauffa.
Da kam Freude auf im Bus, und das bekam er auch mit – und um sich für den Applaus bei den Leuten zu bedanken, ließ er nochmals den Bayerischen Defiliermarsch laufen.
So sind sie, die Münchner. Lederhos’n, Defiliermarsch und mit dem Bus zum Sauf’n. Deswegen bin ich hier hängen geblieben.
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Fußnoten: