Gewaltpartnerschaft

Den folgenden, erstaunlichen Satz kann man als Fazit eines Telepolis-Artikels lesen:

“Tatsächlich aber geht körperliche Gewalt in der Partnerschaft zum überwiegenden Teil von Frauen aus, nicht von Männern.”

Der Beitrag widmet sich der Erkenntnis, dass körperliche Gewalt gegen Männer in der Partnerschaft sowieso tabuisiert wird, in jedem Falle aber massiv unterschätzt ist.

Wieso ist der Satz erstaunlich? Das Problem hierbei sehe ich dahingehend, dass die Klagen von Frauen jederzeit ungeprüft hin- und übernommen werden, während Männer sich ihre Glaubwürdigkeit dahingehend erst noch erkämpfen müssen. Wenn ein Mann Gewalterfahrungen in der Partnerschaft thematisiert, gibt es den berühmten “Blick zum Himmel”, während Frauen hier sofort ernstgenommen werden (zwangsweise).

Erst kürzlich las ich in einem bislang noch nicht veröffentlichten1) Untersuchungsbericht zum Thema “Gewalt”, dass “Gewaltopfer im weitaus größten Anteil weiblich sind”. Das ist einfach faktisch falsch – aber jede “Wissenschaftlerin” kann sowas einfach behaupten, und es wird geglaubt. Wenn dann noch Anita Heiliger in der Literaturliste auftaucht, dann ist sowieso Sense.

Die bunte Reihe der Vorabend-Serienfilme im Fernsehen führt uns das auch munter vor: weibliche Gewalt gegen Männer ist vollkommen ok. Da wird gespottet, geschmäht, getreten, geprügelt, geschlagen – und der Mann steht anschließend immer noch doof da, denn die Frau konnte ja einfach nicht anders. Umgekehrt ist das tatsächlich ein Tabu: Männergewalt gegen Frauen gibt es eigentlich nicht, außer dann, wenn der Täter sowieso ein Außerirdischer ist. Frauengewalt gegen Männer hingegen ist – normal.


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Fußnoten:
  1. ich arbeite dran … [ ]

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