Papst-Bier

Zu Weihnachten bekam ich von guten, leider protestantischen Freunden ein Vierer-Tragl Papst-Bier geschenkt, was mich doch sehr erfreut hat: es gibt nichts Höheres, als volltrunken im Papstrausch unter der Tanne zu flacken.

Kaessmann-Nektar: Innovativ - Antialkoholisch - NachhaltigAllerdings hat es mir dann auch ein wenig leid getan: etwas so Schönes bleibt einem als Protestant dauerhaft verwehrt. Natürlich kann sich auch der Protestant 5, 6 Papst-Halbe reinziehen und er ist dann unter Umständen genauso betrunken wie ein Katholik. Aber der Unterschied ist, dass der Protestant sich hinterher von seiner Frau zurechtweisen lassen muss wegen des unmäßigen Genusses von Alkohol, während umgekehrt der Katholik seine Frau zurechtweisen kann, dass sie offensichtlich von Religion nicht halb so viel verstünde wie er. Das sind harte Wunden, die das Leben den Protestanten immer wieder schlägt, und ich frage mich, warum die nicht längst alle konvertiert sind: da hätten sie es allemal leichter und müßten nicht statt Abendmahl Traubensaft konsumieren.

Bis es aber so weit ist, muß man ihnen helfen, wo man kann. Ich bin deswegen auf die Idee gekommen, eine protestanische Alternative zu entwickeln: Käßmann Nektar. Einen passenden Flaschenaufkleber habe ich gleich mal gebastelt.

5 Responses to “Papst-Bier”


  1. 1Herbert

    Der Aufkleber gefällt mir. Aber: Deine Unterscheidung von Protestanten und Katholiken aufgrund des Bierkonsums scheint mir eine typisch bayerische zu sein.

  2. 2'alex

    wie unglaublich hellsichtig!!

    23.2.2010

    hihihi

  3. 3UpperPalatine

    In der Tat, äußert hellsichtig. *gnihihihi*

    Ich habe in den Kommentaren zu einem der vielen Artikel, die landauf, landab zur Trunkenheitsfahrt der Frau Bischöfin online publiziert wurden (leider weiß ich nicht mehr genau, wo) einen recht interessanten Ansatz gefunden, der auch irgendwie zu einem der Leib- und Magenthemen dieses Blogs passt.

    Der Kommentator schrieb sinngemäß, man(n) solle die Sache doch mal nach Frauenlogik betrachten: Mit 1,54 Promille im Blut noch Autofahren -> Gewohnheitstrinkerin. Jugendamt einschalten – überprüfen, ob die Frau mit derlei Gewohnheiten noch ihrer elterlichen Sorge nachkommen kann etc.

    Mal sehen, was tatsächlich geschieht…

  4. 4Herbert

    Ja Thomas, da hast Du in der Tat um Monate vorausgeschaut. Warum sie aber deswegen zurücktritt, ist mir nicht erklärlich. Machen andere Menschen keine Fehler?

  1. [...] jedem Dorf ‘ne Brauerei. [ ↩ ]Vielleicht ist für den ein- oder anderen dieser Link interessant, in dem ich mich mit der Thematik schon ebenso allgemein wie prophetisch [...]

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