iPad I
Ich habe mir natürlich auch ein iPad gekauft. Man fragt mich seitdem, was ich denn damit wolle: es könne ja eigentlich gar nichts.
Ja, das stimmt, es kann nichts, was man so gewohnt ist. Ich entdecke aber ständig neue Anwendungsmöglichkeiten. Irgendwie kann man das auch immer alles mit einem Laptop oder dem iPhone machen. Aber man kann auch mit dem Schraubenzieher einen Nagel in die Wand hauen – das Werkzeug ist dafür aber eher suboptimal.
Heute habe ich was Neues ausprobiert: Wenn man Gottesdienste an der Orgel spielt, blättert man sich u.U. einen Wolf. Warum nicht die Noten auf dem iPad via PDF anzeigen? Rechtefreie Noten gibt’s zu Hauf, und das iPad ist groß genug.
Ich hab’s ausprobiert: es funktioniert1). Statt einer Tasche mit dicken Notenbüchern hab ich jetzt nur das iPad und den Orgelschlüssel dabei. Schick.
Aber ich glaube, dass ich im Gottesdienst doch lieber drauf verzichte: sieht einfach angeberisch aus, so ein iPad auf der Orgel. Ich werd’s nur zum Üben benutzen.
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Fußnoten:
- ScreenShot: Mariä Himmelfahrt wirft seine Schatten voraus. Nur der Druckfehler … [ ↩ ]



Und es weiß ja auch niemand, ob Du nicht die Orgel damit steuerst. Gibt bestimmt ne App dafür…
Das wird sich wahrscheinlich entwickeln wie beim Erscheinen des iPhones. Damals wirkte es auch noch angeberisch, wenn jemand damit in der U-Bahn saß. Mittlerweile ist es ja quer durch alle Bevölkerungsgruppen vom BWLer bis zum verarmten Studenten als Standard-Gadget anerkannt. Beim iPad wird’s wohl ähnlich werden. Bestimmt kannst Du Dich in einem Jahr damit an die Orgel setzen, ohne aufzufallen. Wahrscheinlich singt irgendwann auch der Kirchenchor neben Dir aus solchen Teilen :-)