Reingeholt

Heute ist Allerheiligen: da darf der Moselschiffer auf die Heizung. Jetzt kommt ja eher das frostige Halbjahr, und ich will nicht, dass es deswegen zu große Sprünge macht. Im Übrigen haben ihm die Vögel dieses Jahr ganz schön auf dem Kopf rumgetanzt und auch einige Hinterlassenschaften unberechtigt abgelegt. Damit ist im Winterquartier hoffentlich nicht zu rechnen.

Allerheiligen hat immer so einen besonderen Reiz: es ist jetzt sehr handgreiflich merkbar, dass es stark auf den Winter zugeht. In manchen Jahren ist es bereits eiskalt, dieses Jahr dehnt sich der Herbst noch etwas aus, und es sind noch sehr viele Blätter auf den Bäumen. Zeit genug, mal wieder etwas längere Artikel zu lesen:

  •  “Mein armes Amerika” von Jana Simon, erschienen auf ZEIT online am 31.10.2011. Man braucht eine halbe Stunde, aber es lohnt sich, an der Entzauberung eines Mythos lesend teilzunehmen – und sich so seine eigenen Gedanken zu machen.
  • “Die erste Beichte” – ein Interview bei kath.net mit der Journalistin Barbara Wenz, die vor einigen Jahren zum katholischen Glauben übergetreten ist und es jetzt genießt, mit ihrer gesamten Intelligenz nicht mehr ganz allein zu sein auf der Welt. Ihre Begründungen, warum ihre Suche nach Spiritualität trotz umfassender Kenntnis anderer Religionen nur im Christentum ein Ziel fand, sind bedenkenswert.

2 Responses to “Reingeholt”


  1. 1Dieter

    Guter Artikel. Danke für den Link. Zu dem Thema als Ergänzung noch einen, wie ich finde, sehr guten Film: Winter’s Bone (http://www.wintersbonederfilm.de/ oder http://www.amazon.de/Winters-Bone-Jennifer-Lawrence/dp/B004L4D98G/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1320513152&sr=8-1). Spielt in einer ganz anderen Ecke der USA (ich vermute in den Neuengland-Staaten), behandelt im Grunde aber das gleiche Thema: den Verfall der amerikanischen Gesellschaft.

  2. 2Thomas

    Ich habe mir den Film mal angeschaut: gab’s bei iTunes. Bedrückend: das ist nicht das Amerika, was einem hier immer so verschwebt.

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