Archive for the 'Alltag' Category
Samstag, 6.3.10 - by Thomas
Vorgestern hatte ich die Schneeschaufel in der Hand und pberlegte, ob ich sie schon mal ins Gartenhäuschen stellen sollte. Gestern habe ich überlegt, dass ich das Auto ruhig draußen stehen lassen könnte: es sah nicht nach Schnee und Eis aus.
Zu früh gefreut.
Aber bevor jetzt wieder die Medien den Rückfall von der Klimakatastrophe in die nächste Eiszeit prophezeien und die Politik einen Frostgipfel in Kuala Lumpur einberufen: Schnee über Nacht gab es am 5. März 2008 auch, wie dieses Foto beweist.
Sonntag, 21.2.10 - by Thomas
Nachdem es ja die letzten Tage doch schon ein wenig nach Frühling aussah, hat sich das Wetter jetzt wieder auf ganz in weiß umgestellt: gestern war hier in Nürnberg schon wieder Blizzard, Schneekatastrophe und Blitzwinter (auf non-media-Deutsch: nichts, es hat geschneit). Ich wundere mich sowieso, wie hier immer alles so maßlos übertrieben wird: neulich ließ jemand ab, dass “ganz Deutschand unter einem 60 Milliarden Tonnen schweren Eispanzer versunken” sei. Da spürt man doch gleich eine unglaubliche Belastung – also so einen Druck auf der Brust – und das Recht zur Forderung von mehr staatlicher Unterstützung! Wahrscheinlich wird Guido Westerwelle das schon wieder hinterfotzig ablehnen) – aber möglicherweise muß er gerade wegen dieser Herzlosigkeit zurücktreten.
Und dabei befinden wir uns doch mitten in einer Klimakatastrophe undenkbaren Ausmaßes, die Europa in den nächsten Monaten in einen Glutofen ohne Holland) verwandeln wird. Vielleicht sollten wir doch ab und zu eine sinnfreie Runde mit dem Auto um den Block drehen, damit die arktische Kältewelle (jawohl: es gibt Punkte auf diese Erde, da fällt jedes Thermometer, das auch wirklich eines ist, tatsächlich bis auf minus 60°C! Da muß man sich warm anziehen in Deutschland!) aufgehalten wird und die Klimakatastrophe endlich kommen kann.
Also: die Amseln hauen schon mal ab, das steht fest und ist hiermit jetzt einwandfrei dokumentarisch belegt.
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Fußnoten:
Donnerstag, 28.1.10 - by Thomas
Jetzt wollte ich eben noch schnell zum Gas-Tanken, damit ich morgen früh gleich starten kann: war ein Schild an der Tankstelle, dass die Gas-Zapfanlage außer Betrieb sei.
Blöd. Ich also rein und gefragt, was da los sei? “Da ist heute morgen einem Kunden beim Tanken der Gastank explodiert. Wir müssen erst gucken, ob das an unserer Anlage gelegen hat.”
Mmmpfff … der Gastank explodiert? Hoffentlich habe ich nicht so ein Montagsteil im Kofferraum …
Donnerstag, 3.12.09 - by Herbert
Gut 25 Monate erfreut und ergänzt unser kleiner Vincent nun schon unser Familienleben. Seit einem Monat hat er einen Platz im nahegelegenen kirchlichen Kindergarten. Dort wird er liebevoll aufgenommen; die Erzieherinnen sind sehr aufmerksam und die Atmosphäre ist prima. Kein Wunder, dass Vincent nach einigen Tagen der Eingewöhnung nun Feuer und Flamme für den Kindergarten ist. Hier findet er gleichaltrige und etwas ältere Spielkameraden, eine Unmenge neuer Spiele, Gesang, Basteln und, und, und …
Kein Wunder, dass er morgens nach dem Frühstück schon an meinem Ärmel zerrt und quengelt: >Papa, Kiga gehen, schnell<. Spätestens nach zwei Stunden hol’ ich ihn freilich wieder ab; ich hab’ dann schon richtig Sehnsucht nach ihm.
Samstag, 31.10.09 - by Herbert
Obwohl die Wahlen geheim waren und in Hessen sich ausdrücklich mehrere Frauen als Abweichlerinnen zu erkennen gegeben haben, kennt die sich selbst für intelligent haltende Frau aus dem Norden die alleinigen Täter: Es sind die missgünstigen, ja Frauen hassenden Männer (!), die es (fast) verhindert haben, dass sie selbst vor Jahren in Schleswig-Holstein, Frau Lieberknecht in Thüringen und Frau Ypsilanti in Hessen zu Ministerpräsidentinnen gewählt wurden. So einfach, verbogen und ideologisch kann Feminismus sein bzw. machen. Bei soviel Dummheit und Unverfrorenheit bleibt einem fast die Spucke weg.
Und: Was wäre in unserem Land eigentlich los, wenn man sich in ähnlich pauschaler Weise über Juden, Polen oder Türken äußerte?
Freitag, 30.10.09 - by Thomas
Was ich an Apple genial finde ist, wie einfach auch ein absolutes Greenhorn auf einem neuen Mac iChat einrichten kann. Das ist das Schlüssel-Tool auf dem Mac: wenn iChat läuft, kann man per Tastatur-, Audio- oder VideoChat mit einem anderen Apple-User kommunizieren: das geht sofort, ohne irgendwo irgendwas rumschrauben zu müssen. Wer eine eMail schicken kann, der kann einen anderen Apple-User auch via iChat was fragen, ihn hören oder sehen. Alle neuen Macs haben nämlich eine Kamera und ein Mikrofon eingebaut.
Aber das Wichtigste – und Unauffälligste: man kann via iChat jemanden bitten, auf seinen Bildschirm zu schauen / schauen zu dürfen. Und damit kann man einem Apple-Neuling die Grundlagen gleich an der eigenen Maschine vorführen, denn der Ton läuft mit: man muß nicht nebenher noch telefonieren.
Dazu muß der Apple-Neuling nichts tun, als iChat zu starten. Dann wird er nach seinem AIM-Account (oder Google oder Apple) gefragt, gibt sein Kennwort ein – und hängt an der Sicherheitsleine. Von da an kann man sich jederzeit Hilfe holen.
Meine Erfahrung mit Apple-Maschinen ist: wenn Du eine verkauft hast, hörst Du nur noch ein, zweimal was. Danach können die das. So sollte das sein.
Dienstag, 20.10.09 - by Thomas
Die Post, die mich auf Grund ihrer Preisgestaltung, ihrer Marktferne und exzessiv zur Schau gestellten Kundenfeindlichkeit seit Jahren zu immer mehr Kopfschütteln veranlaßt, baut ja jetzt verschärft so gut wie alle erreichbaren eigenen Filialen ab. Statt dessen zieht sie in den Einzelhandel, die Rewes und die Tengelmänner – zu Konditionen, die ihren Franchise-Nehmern das Überleben nur bei 12-Stunden-Schichten erlaubt.
Und auch dort schafft sie das Unglaubliche: innerhalb eines Ladens, der von 7 – 20h durchgängig geöffnet ist, hat die Posttheke nur dann geöffnet, wenn die Kunden an ihrem eigenen Arbeitsplatz anwesend sein müssen.
Gegenüber der Post ist die katholische Kirche ein Sponti-Unternehmen, glaube ich.
Mittwoch, 7.10.09 - by Thomas
Anläßlich des Wanderwochenendes am Wahlwochenende mit Freund H. in der fränkischen Schweiz fiel uns auf, dass der Anteil an rechter Plakatierung (NPD, REPse) in unserem Ferienort überproportional hoch war.
Jetzt lese ich in den “Fürther Nachrichten”, dass eine Studentin zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, weil sie – in dieser Gegend – ein wenig zu intensiv gegen Neonazis protestiert hatte und sich den Weisungen der Polizei nicht schicklich fügte. Dem Artikel ist zu entnehmen, dass sich die Neonazi-Szene in der fränkischen Schweiz in Besorgnis erregender Weise formiert.
Ich frage mich, ob diese 24jährige nicht doch richtig gehandelt hat. Gegen das braune Gesocks kommt man nicht an, wenn die wenigen, die sich dagegen stemmen, auch noch von dem Rechtsstaat verurteilt werden, den die rechte Brühe mit zunehmendem Erfolg zu vernichten sucht.
Ja ja ja, ich bin auch der Meinung, dass man den Anordnungen der Polizei Folge zu leisten hat. Wenn das aber langsam kippt; wenn sich unmerklich immer öfter der Eindruck einstellt, dass die Polizei Anordnungen gegen die “Demonstranten gegen Rechts” unnachgiebig mit Gerichtshilfe durchsetzt und bei den Stiefeltretern auch schon mal wegschaut, dann wird das sehr kritisch.
Das Urteil ist sicherlich juristisch korrekt. Aber ob es überhaupt hätte sein müssen, das frage ich mich schon. Jedenfalls geht mein Dank an die mutige Studentin: das ist schon mal sicher.
Dienstag, 6.10.09 - by Thomas
“Im Frühstau zu Werke wir ziehn, täterä.”
Gestern bin ich auf der Fahrt von Nürnberg nach München in 3 Staus hängengeblieben: in einem glatte 70 Minuten. Gottseidank hatte ich mein MacBook dabei und konnte so einen noch nicht gesehenen “Tatort” schauen. Hab ihn aber nicht ganz geschafft, weil ich alle 10-20 Minuten die Karre mal bewegen mußte, die Rangiererei dauert dann auch immer ein paar Minuten.
Ein LKW hinter mir hat mal wie wild gehupt, weil ich die 80 Meter nicht sofort nachgezogen bin. Im Nachhinein merkte ich allerdings, dass er völlig zu Recht hupte: es handelte sich um einen Abschleppwagen, der durch die “Gasse” wollte, die ich bilden sollte – und ich hatte den sich nicht nähern sehen und war ihm ein arges Hindernis). Und als er dann quasi 10cm vor meiner hinteren Stoßstange stand, bekam ich die Blinklichter auch nicht mehr mit. Nur als er nicht mehr aufhörte zu hupen, riß ich mich mal kurz los und bemerkte, dass der irgendwas anderes von mir wollte als die 80m Asphaltgewinn.
Aber ich war nicht der einzige. Ein LKW-Fahrer war auf der rechten Spur ebenfalls eingeschlafen: man sah ihn mit seinem Schnuffelkissen an der Scheibe hängen. Da hupte keiner, und weil Zeit genug war, fuhren alle drumrum. Ich hoffe, er ist irgendwann wieder wach geworden.
Ab jetzt immer das Stau-Survival-Kit:
- Immer mindestens einen ungesehenen Tatort dabeihaben
- Autosteckernetzaufladegerät für’s MacBook besorgen
- Immer ganz rechts oder ganz links fahren, damit man von durchfahrenden Abschlepp-, Polizei- oder Politikerkarren) nicht gestört wird.
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Fußnoten:
Sonntag, 13.9.09 - by Thomas
Ein neues KLARtext-Buch ist beim EOS-Verlag St. Ottilien erschienen: “Sein Name wird sein – Gott mit uns“. Es ist ein sogenanntes Mysterienspiel, das in früheren Zeiten den Menschen biblische Zusammenhänge in Form einer dramaturgischen Handlung nahebrachte. Es wurde in Kirchenräumen aufgeführt, kann aber durchaus auch auf profanen Bühnen gespielt werden.
In dem von mir gesetzten Band geht es um den Stammbaum Jesu. Für die Christen ist es sehr wichtig, dass Jesu Vorfahren auf direktem Weg bis zu Abraham zurückverfolgt werden können. Die Juden erkennen übrigens den von den Christen vorgeschlagenen Stammbaum nicht an: nach ihrer Sicht ist er fehlerhaft. Deswegen sehen sie in Jesus von Nazareth nicht den Messias, auf den sie schon so lange warten, sondern einen Propheten in der langen Reihe derer, die den Messias voraussagen.
Mein Freund Markus Eham hat den Spieltext von Gertrud Wimmer in einen adventlich-musikalischen Rahmen gestellt und wunderschöne Sätze dazu komponiert; sein Kollege Martin Liebau hat die Text- und Regie-Redaktion übernommen. Gesetzt habe ich das Werk in Sibelius 5 (Notensatz) und InDesign CS3 (Text und Layout). Der Notensatz war aufwändig – aber jetzt kann ich Sibelius!
Im Moment mache ich die Instrumentalauszüge, die man runterladen können soll. Auch das ist noch eine Menge Arbeit. Die Zusammenarbeit mit Komponist, Texter und Verlag hat sehr viel Spaß gemacht – und das fertige Werk sieht sehr schön aus. Einige – von P. Cyrill, dem Verlagsleiter des EOS-Verlags gesponserte – Biergartenaufenthalte waren allerdings doch nötig, weil es sonst überhaupt keine Besprechungen gegeben hätte.
Samstag, 12.9.09 - by Thomas
Wir waren heute nicht nur in der Fränkischen Schweiz wandertechnisch unterwegs – nein, wir haben auch den Zwetschgenbaum im Garten geplündert. 36 Kilo, hat Gundel ausgerechnet. Der Baum hat seit Frühling dran gearbeitet: da konnten wir ihn nicht einfach so hängen lassen.
Mein Gott, was machen wir nur mit dem vielen Obst? Ich glaube, Zwetschgenwasser.
Sonntag, 30.8.09 - by Thomas
Ich habe mir mal Türen für mein Büroregal gekauft, damit die Katzen nicht so leicht rauskönnen.
Die Schneekatze habe ich gestern abend auf 3 Maschinen sukzessive drübergelassen. War gar kein Problem, bisher habe ich nicht feststellen können, dass irgendwas nicht mehr geht. Aber das, was bislang ging, geht jetzt durchaus flotter.
Nur bei den Laptops: da konnten Skype und iChat nach der Katzenvisite keinen Kontakt zur Außenwelt mehr herstellen. Einfach mal ganz ausschalten, 1 Minute warten und neu hochfahren. Da ging’s wieder.
Bei 30€ ist das eine lohnende Investition, würde ich sagen.
Montag, 24.8.09 - by Thomas
Ich bin beim Landgericht München II als Schöffe tätig, wohne aber neuerdings in Nürnberg. Der Staat übernimmt für Gerichtstermine meine Anreisekosten per Auto mit der Begründung:
Bahn ist sehr häufig unpünktlich; erheblich längere Fahrtzeit mit der Bahn 3,5 Std. statt 2 Std. mit PKW, was ungünstig ist bei kurzfristigem Einsatz als Hilfsschöffe.
Natürlich schafft die Bahn die 170-km-Strecke Nürnberg-München in 1:02 bis 1:14. Aber eben von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof. Brutto kann man tatsächlich mit 2 Stunden mehr rechnen.
Mittwoch, 19.8.09 - by Thomas
Nur für’s Tagebuch: ab jetzt wohne ich in Nürnberg. Ich habe mich heute mal daran gemacht, das Firmenschild am Hauseingang anzubringen. Damit ist das jetzt amtlich.
Übrigens: Der erste Brief, der mich hier erreichte, war der von der HUK24: Autoversicherung. Der zweite kam gleich von meinem neuen Finanzamt. Schnell sind sie, die Burschen.
Freitag, 24.7.09 - by Thomas
Der Nachbarsjunge Ricki will unbedingt seine Lieblingssommerabendbeschäftigung in Gang bringen: mit dem Beamer Mr. Bean auf die Hauswand schmeißen und alle Kinder aus der Nachbarschaft dazu einladen. Gerne auch, wenn es dazu Erdnußflips gibt und nicht regnet, wie zum Beispiel gestern abend.
Dazu hat er jetzt eine Zettelkommunikation angefangen, die er immer mit P. S. Ricki unterschreibt. Na, mal sehen. Morgen ist Samstag, und wenn das Wetter schön ist, kaufe ich eine Familienflasche Mückentod und auf geht’s.
Diese Art der Kommunikation ist so eine Art paperbased iChat, und ich werde den Teufel tun und ihm erzählen, dass das über den Mac viel einfacher geht.
Montag, 20.7.09 - by Thomas
Anruf beim “Cicero“: ich will meine Zustelladresse ändern. Anscheinend wollen das heute morgen ganz viele gleichzeitig: ich lande in der Warteschleife, die zu mir wie folgt spricht:
Guten Tag, lieber Anrufer, bitte haben Sie etwas Geduld: der nächste freie Mitarbeiter ist für Sie reserviert.
Ui, denke ich. Die haben was kapiert. Die können Genus und Sexus unterscheiden und wissen, dass ein Mitarbeiter sowohl ein Mann als auch eine Frau sein kann und dass es deswegen genügt, hier den Oberbegriff zu nennen. Weil es für das, was der Anrufer will, nicht wichtig ist, ob er das mit einem Mann oder mit einer Frau regelt.
Cicero-Leserservice: Sie sprechen mit Frau Jahn. Was kann ich für Sie tun?
Siehste. Frau Jahn wirkt aufgeräumt, freundlich und kein bißchen unterdrückter als ein männlicher Kollege. Siehe auch Genderwelsch.
Samstag, 18.7.09 - by Thomas
Was mir gerade an diesem verregneten Samstag Nachmittag, an dem ich ein kleines Mittagsschläfchen halten möchte, auffällt:
Ruhe. Kein Rasenmäher, auch nicht 4 oder 5 gleichzeitig. Keiner fährt mit dem Auto rum. Und kein Kindergeschrei, obwohl mich letzteres überhaupt nicht stört. Es stört mich aber auch nicht, dass es fehlt.
Nur die Regentropfen auf dem Velux-Fenster. Das ist zu verkraften.
Schöner Regentag!
Donnerstag, 16.7.09 - by Thomas
Heute mußte ich auf Geheiß eines Kunden den Begriff “Internist” durch “Internist/in” ersetzen.
Hier hat offensichtlich längst der Automatismus eingesetzt, der viele Deutsch mittlerweile dazu veranlasst, vor ein Plural-s einen Apostrophen zu setzen. Der Apostroph gehört also schon mit zum Erscheinungsbild eines “s” am Wortende. Ganz so ungewöhnlich ist das gar nicht: in der Sütterlin-Schrift gab es tatsächlich ein eigenes “s”, wenn dieses am Satzende auftrat). In diesem Falle schlägt der Pawlowsche Reflex auch zu: eine Sachbearbeiterin hat einen männlichen Ausdruck gefunden und zack – der muß gegendert werden.
Mit dem Internist/in hat es nämlich folgende Bewandtnis: er steht in einer Auflistung verschiedener ärztlicher Fachrichtungen:
Fachrichtung:
- Orthopädie
- Allgemeinmedizin
- Internist
- Sonstige (So war’s bisher)
Was passiert? Das durchgegenderte Auge der Sachbearbeiterin fällt natürlich über das männliche “Internist” – und da setzt der Automat des vorauseilenden Gehorsams ein: SOFORT Internist/in drüberpinseln. Dass das Wort aus dieser Liste schon allein deswegen herausfällt, weil es einen Beruf bezeichnet und nicht etwa eine Fachrichtung – bis dahin kommt sie gar nicht, das Denken hat schon vorher ausgesetzt.
Seufz. Ich habe es schon längst aufgegeben, darauf hinzuweisen, dass allerhöchstens Personen ein Geschlecht haben können. Berufsbezeichnungen nicht, Amtsbezeichnungen auch nicht. Jetzt sind wir schon so weit, dass auch Fachrichtungen eine Verweiblichungsform benötigen. Es ist einfach hirnlos …
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Fußnoten:
Freitag, 3.7.09 - by Thomas
Anläßlich meines 53. Geburtstags heute ließ ich die Arbeit Arbeit sein und besuchte mit meiner ältesten Tochter und meiner Freundin den Biergarten in Mariabrunn – ich glaube, ich kann sagen: es ist der schönste Biergarten, den ich kenne.
Dort begegnete ich einen Bekannten mit Frau und Kindern, den ich hier aus der Gemeinde kenne: ab und zu sehe ich ihn Sonntags in der Messe. Ein wenig verschämt) raunte er mir nebenbei zu: “Viele denken, ich wäre Junggeselle. Das stimmt aber nicht, weil meine Frau ist evangelisch”.
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Fußnoten:
Samstag, 27.6.09 - by Thomas
Geschafft: jetzt habe ich alle drei Kinder durch die Schulkarriere gebracht.) Mein Sohn Johannes nahm am 26. Juni sein Abi-Zeugnis aus den Händen des Direktors entgegen – und in einem Zeitungsinterview in der “Süddeutschen” äußerte er sich darin als “hochzufrieden”. Ich, der Vater, bin es auch, denn ich habe seinerseits nur einen Schnitt von 3,2 vorweisen können.) Jedenfalls scheint er an der Schule erheblichen Eindruck hinterlassen zu haben, was der Direktor bei seiner hervorragenden Abschlussrede mit einem Zitat “eines gewissen Jo” würdigte: “Wer arbeitet, der darf auch feiern”.
Die Vorsitzende des Elternbeirates, die anscheinend über einschlägige Erfahrungen verfügt, hielt eine mit großem Hallo kommentierte Rede, in der sie darauf hinwies, dass die ehemaligen Schüler jetzt endlich selbst entscheiden könnten, wie sie den Tag verbringen wollten: “Im Bett, mit Freunden, am See.” Sie ließ das Komma hinter “Bett” allerdings während des Vortrags weg, so dass die frischgebackenen Abiturienten lebhaften Beifall spendeten.
Jedenfalls wünsche ich meinem großen Sohn jetzt alles Gute, wenn auch der Studienwunsch “Biotechnik” zunächst einmal wegen eines sozialen Jahrs hintan gestellt werden wird. Wenn ich das richtig verstanden habe.
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Fußnoten: