Auch diese sinnreiche Beschilderung einer ansonsten unverdächtigen Tür möchte ich dem Publikum nicht vorenthalten: gefunden im ev. Pfarrheim von St. Johannis in Nürnberg. Es gab keinerlei weitere Hinweise darauf, um was für eine Art von Musik es sich handelt, die dort gemacht wird.
Die Kirchenmusik wird ja im Allgemeinen in der evangelischen Kirche höher gehalten als in der katholischen. Deswegen läßt diese Türverzierung keine Rückschlüsse zu. Ich jedenfalls nahm dort an einem Chor-Wochenende teil und kann deswegen die Hand dafür ins Feuer legen, dass sie auch noch einen Pfarrsaal hatten, in dem man ebenfalls Musik machen konnte.
Es gibt ja immer noch Schilder aus grauer Vorzeit, wo Beamte – namentlich der Deutschen Reichs- im Übergang zur Bundesbahn – dafür bezahlt wurden, dass sie sich ausdrucksstarke Texte für Schilder ausdachten, die dem untertänigsten Bürger seinen Platz zuwiesen. Das ist vorbei, wenn auch die Bahn in dieser Hinsicht immer noch etwas nostalgisch daherkommt1).
Hier ist ein schönes Beispiel vom Bahnhof in Ansbach. Ich hab erst mal gar nicht verstanden, um was für eine Art Welle es sich da handeln könnte.
________ Fußnoten:
Auf der Strecke Nürnberg-Ansbach drückt sich das so aus: voller Preis, olle Karre. [ ↩ ]
Liebe Freunde von der Ich bin doch nicht blöd – Rotfront!
Ganz sicher nicht.
Eines ist ja mal ganz klar. Ich werde wegen dieser wieder einmal voll daneben liegenden media markt Werbung “Weihnachten wird unterm Baum entschieden” bis zum Weihnachtsfest keinen einzigen Saturn- oder media Markt betreten, dort keinen Cent ausgeben und auch möglichst viele Freunde und Bekannte davon abzuhalten versuchen. Auf meinem Wunschzettel stehen durchaus elektronische Teile, aber immer mit dem Zusatz: unter keinen Umständen von Saturn oder media Markt.
Ich bin doch nicht total vertrottelt.
Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Reuter
Disclaimer: Die eMail-Adresse des Absenders darf von media Markt und allen zugehörigen Unternehmungen nicht zu Werbe- oder Kommerzzwecken verwendet werden. Jeglicher Mißbrauch der eMail-Adresse des Absenders wird zur Anzeige gebracht.
Heute, nachdem der Zahnarzt mich geschunden hat, besser gesagt, seine Assistentin1), war ich aus gegebenem Anlass noch auf dem Nürnberger Johannis-Friedhof. Und siehe da: die nächste Stufe wird wohl eine Einladung zum Probeliegen sein. Wer also in Gesellschaft von Veit Stoß, Ludwig Feuerbach und Veit Hirsvogel auf die letzte (oder im Falle der Wartenden: erste) Posaune warten möchte, hat jetzt gute Gelegenheit, dies in ruhiger und distinguierter Nachbarschaft verrichten zu können. Zudem unterliegt man in dieser Zeit dem Städtischen Denkmalschutzamt, das ja bekanntlich für die Ewigkeit plant, sorgt und schützt.
Eine weitere bemerkenswerte Meldung – die ein kleines bißchen zum Thema passt, wie ich finde – hielten die Nachrichten auf der Heimfahrt für mich bereit:
Deutschland ist im zweiten Topf.
Kann ich nichts mit anfangen, aber das haben sie genau so gesagt. Dieser Wortwahl nach kann es sich nur um eine Nachricht aus den Ressorts Politik oder Sport handeln. Ist nicht immer dasselbe, aber auf jeden Fall gleich wichtig.
________ Fußnoten:
Frauen, die Männer quälen wollen, werden Zahnarzthelferin. Ich hoffe, sie verzeiht mir diesen Ausspruch: sie hat’s gut gemacht. Es ist nur … [ ↩ ]
Die nebenstehende Inschrift auf einem Zigarettenautomaten in Heilsbronn1) erscheint in sofern ganz besonders rätselhaft, als da überhaupt keine Aufkleber waren. Bis auf die Gebrauchsanweisung.
BTW: das Wort Gebrauchsanweisung ist eines meiner Lieblingswörter der deutschen Sprache. Es lappt in seinen Ursprüngen wahrscheinlich weit in die Zeiten der preußischen Machtübernahme hinein: damals tat anscheinend niemand in unserem Lande irgendetwas, ohne dass er dazu Anweisung hatte. Heute benutzt man ja lieber die Begriffe “Gebrauchsanleitung”, “Handbuch” oder “Hinweise zum Gebrauch”, der Connaisseur verwendet auch gerne “Manual”, wobei man sich dann gleich auf die Orgelbank versetzt fühlt. “Gebrauchsanweisung” klingt nach Befehl und Gehorsam, bei Nichtbefolgung erfolgt Strafandrohung. Da jubelt das Herz des preußischen Beamten!
Aber das gibgt es heute immer noch, nur in freundlicheren Worten. Neulich mußte ich am Hotelempfang mein Geburtsdatum angeben. Wozu brauchen Sie das denn? “Dazu bin ich leider gesetzlich verpflichtet”, beschied mich die Leidertante am Empfang und ließ die Finger erwartungsvoll über der oberen Tastenreihe schweben. Das hat die aber gefreut, dass sie mir mit gesetzlicher Verpflichtung private Details entlocken durfte. Daneben stand ein Empfangschef, der die Augen nach oben verdrehte … die Leidertante schien ob ihrer Gesetzestreue schon bekannt zu sein.
Nebenstehend ein Screenshot aus dem Film “Inglorious Basterds”. Offensichtlich sprechen sie in dieser Szene gerade französisch, so dass die Einblendung von Untertiteln geboten erscheint. Ansonsten ist die deutsche Synchronisation in diesem Film allerdings in Ordnung: da sagt niemand “Sturmbandführer”.
Es ging dieser Hierarchieebene nämlich nicht in gar keiner Weise um eine Art “grünes Band der Sympathie”, sondern eher um die mit dem Wortfeld “Bannen” verknüpften unangenehmen Assoziationen und Emotionen.
Mélanie Laurent (rechts) spielt übrigens sehr überzeugend in “Keine Sorge, mir geht’s gut”1). Der hat mir besser gefallen.
Einzige Verkehrsdurchsage heute morgen im Deutschlandfunk:
Achtung Autofahrer, auf der Autobahn A irgendwas zwischen Anschlußstelle A und Anschlußstelle B läuft eine Entenfamilie auf der Fahrbahn.
Ich verkneife mir jetzt die genauere schriftliche Ausformung dessen, was sich bestimmt 90% aller Hörer des DLF-Verkehrsfunks beim Verarbeiten dieser Eilmeldung gedacht haben1) und bekunde feierlich: ich bremse auch für Tiere. Ich bin auf keinen Fall ein Entenfamilienausrotter, auch nicht auf der Autobahn. Ich halte vor jedem Regenwurm, da können sie mir noch soviele Stinkefinger zeigen: ich zeig’ sie einfach alle an, diese gefühllosen Rowdies!
Es gibt heute morgen übrigens noch 18 weitere Verkehrsmeldungen (Staus, Baustellen, Unfälle), die man sich beim DLF noch anschauen kann. Im Internet, versteht sich.
________ Fußnoten:
Ich dachte so in etwa an: Das Problem läßt sich leicht lösen … [ ↩ ]
Ich wohne ja erst seit knapp zwei Jahren in Franken, und ob die alle so direkt sind, habe ich noch nicht herausgefunden. Aber dass die Aufsteller von mobilen Kackschränken die Bevölkerung so freimütig über den Brotaufstrich ihrer Mitarbeiter aufklären, halte ich für unnötig.
Ich nehme an, der Unternehmer ist der Ansicht, man könne immer und zu jeder Zeit über alles reden. Und da kam ihm der Werbeslogan der Dorfbäckerei gerade recht: umgedreht und fertig ist die Laube. Gröhl!
Ein Schild macht sich einer hin, der irgend eine Sache nicht zum Hundertsten Mal erklären will: der Leser soll es lesen und sich gefälligst seiner Anordnung fügen. Zivilcourage ist das Gegenteil: man äußert sich spontan zu einer Handlung, die einem nicht paßt und fordert den Handelnden auf, das bitte schön zu unterlassen.
Wenn einer also so ein Schild aufhängt, dann hat er eben keine Zivilcourage: er will möglichst keinen Ärger haben und bittet Rassisten, doch bitte draußen zu bleiben, damit es auch keinen gibt. Wäre mal ein interessanter Test, auszuprobieren, was passiert, wenn ein Rassist in einem solchen Laden einkaufen geht: ich wette, gar nichts. Er kriegt sein Zeug, schiebt die Kohle rüber – und gut ist. Vor allem, weil man einen Rassisten ja gar nicht so erkennt. Das ist dann doch sehr leicht, dagegen zu sein.
Und was auch noch erstaunlich war: es heißt, dass Regensburger Gastronomen Zivilcourage zeigen. Das Schild hing in einem Klamottenladen.
Ich habe unlängst einen Beweis dafür gefunden, dass bei Gott Vornamen die gleiche untergeordnete Rolle spielen wie in sonstigen Behörden. Er teilt offensichtlich unter Berücksichtigung des Nachnamens ein, “wem es aufgesetzet ist”1). Offensichtlich mußte er lange, lange üben, bis er diese Dame bei ihrem Namen rufen konnte:
Eine Folge von 8 ungewöhnlichen Konsonanten ist eben sogar für Gott, der doch alle Sprachen spricht und kennt, eine Herausforderung. Im Walisischen gibt es noch kompliziertere Nachnamen, und ich argwöhne, dass auch dort die Leute steinalt werden, obwohl sie mit Vornamen einfach nur John oder Mary heißen.
Jetzt ist sie jedenfalls bei Gott und muß sich mit sowas nicht mehr rumschlagen. Vielleicht macht sie ja dort oben eine Karriere als 15. Nothelferin, bei deren Anrufung einem blitzartig wieder der Name der Person einfällt, die einem vor Jahren (oder gestern) vorgestellt wurde und die einen aus dem Aufzug hinterlistig anlächelt. Ich bitte die geneigten Leser, den Namen der oben abgekündigten sancta in spe zu üben, sie in einschlägigen Situationen anzurufen2) und mir zu schreiben, wenn es geklappt hat. Man braucht drei solcher Wunder für eine Heiligsprechung3), glaube ich – und ab dann ist das Problem eines vergessenen Nachnames einfach keins mehr. Die Welt kann so einfach sein.
Möge ihre Seele in Frieden ruhen.
________ Fußnoten:
Der Tod im Brandner Kaspar redet so, damit er nicht sagen muß: Du bist fällig, und du kommst jetzt mit. [ ↩ ]
Das funktioniert so: “Heilige Odilia K… (hier die geübte Form selbständig einsetzen), hilf: mir fällt der Name dieser Person nicht ein!” Und wenn’s geklappt hat, sofort korrekte Aussprache in Lautschrift notieren. [ ↩ ]
Der Lebenswandel interessiert nicht so sehr, es gibt da ein paar höchst sinistre Heiligkeiten, über deren Taten der Mantel des Schweigens und der des Vergessens aber dreimal gewickelt werden muss. [ ↩ ]
Habe gerade aufgehört, mir ein Interview mit dem Journalisten Tobias Haberl anzuschauen, der für ein Jahr Mitglied der Linkspartei geworden ist, weil er dort mal nach dem Rechten schauen wollte.
Es gibt Schilder aller Art – aber dass sie in ein Vorhängeschloss eingraviert sind, hat mit Sicherheit eine besondere Bewandtnis, wenn sie sich mir auch nicht so direkt erschließt. Überdies ist dieses Vorhängeschloss auch ziemlich sinnlos in einen Maschendrahtzaun eines Brückengeländers eingehängt1). Vielleicht ein ewiger Liebesschwur (also bis zum Vollrost), angelehnt an Walther von der Vogelweide2)?
Dû bist mîn, ich bin dîn:
Des solt dû gewis sîn.
Dû bist beslozzen in mînem herzen;
Verlorn ist daz slüzzelîn:
Dû muost immer drinne sîn
Also vor allem in dem Sinne, dass das Schlüsselchen unauffindbar ist? Wann wird das Schlößchen wieder aufgetan?
Ein paar Meter weiter findet sich ein passendes Herzchen mit den Initialen H+B auf den Beton einer anderen Brückenwand gemalt, ebenfalls mit der Datierung 2002. Möglicherweise ist die Sache also noch nicht ausgestanden, Horst und Brigitte waren mal verheiratet, sind es immer noch oder warten auf den 11.11.11 als nächstmöglichen Heiratstermin. Wird ja auch langsam Zeit, nach 9 Jahren.
________ Fußnoten:
Hier ist der genaue Standort, in der Biegung der Fußgängerbrücke über die Pegnitz – wer will, möge hinwallen und sich seine eigenen romantischen Gedanken machen [ ↩ ]
Ob dieses Schild hier rätselhaft ist, weiß ich nicht. Es hängt in einer Münchner Kneipe auf dem Männerklo über jedem (!) Urinal.
Es zeigt deutlich, dass Männer alkoholgefährdet sind und Frauen damit keine Probleme haben oder – notfalls – im letzten Moment die Kurve kriegen. Die Notaufnahme-Statistik der Krankenhäuser spricht zwar eine andere Sprache, aber Schild ist Schild.
Mich würde mal interessieren, ob in den Lokuskabinen für Frauen auch so Schilder hängen, wo zwei Männer mit ihrem Alkoholproblem ganz gut umgehen können, die zwei Frauen aber durch die Prüfung ras(s)eln oder gegen einen Brückenpfeiler. Nur bin ich nie auf dem Frauenklo.
Die angegebene webSite bleibt jedenfalls bei der Ansicht, dass junge Frauen mit Alkohol super umgehen können. Obwohl: nackt ins Internet gestellt zu werden, weil man sternhagelvoll war, ist natürlich nicht schön – und das Problem wird auch ganz superoffen angesprochen. Aber das sind sie nicht selber schuld, sondern der Ficken-Likör, der zwar keine Limo ist, aber woher sollen sie das denn wissen? Und wenn sie von der ganzen Party-Limo rotzbesoffen sind, dann sind sie wehrlos, und das nützen böse Männer schamlos aus.
Also, der Deutsche hat ja ein recht positives Verhältnis zum Schild: wenn es ihm zu blöd wird, hängt er ein Schild auf des Inhalts, dass alles, was ihm zu blöd ist, ab sofort verboten ist1). Also so in der Art “Alles verboten. Der Besitzer.”. Das befreit ihn, den Besitzer, und läßt ihn mal kurz durchatmen2) auf der langen Reise durch den eigenen Besitz.
Damit das Schild auch physikalisch an Gewicht gewinnt, liebt er es, mal alles ordentlich durch den Laminator zu orgeln, gibt’s ja alle Naslang bei ALDI. Wir hatten hier mal einen, der hatte sich extra zu diesem Zweck einen DIN-A-3 Laminator gekauft, und er hat alles laminiert, was sie nicht wehrte. Das Problem war, dass er auch Plakate durchlaminierte, und die wurden dann so schwer, dass sie nicht mehr aufgehängt werden konnten: das Tesafilm konnte die Bedeutungsschwere des Plakats nicht mehr halten, vor allem nicht bei Wind und Wetter.
In einer Filiale der Nürnberger Sparkasse entdeckte ich das ob stehende Bild. Ich stand eine Weile andächtig davor und fragte mich, was es mir sagen wollte. Und ob mir jemand einfiel, den der Inhalt vielleicht interessieren könnte. Und warum es in so einem wahrlich bedeutungsvollen Bilderrahmen mit einem 4-cm-Stahlstift in die Wand gehauen war. Und warum es in Sparkassen-Rot mit dem Logo der Sparkasse versehen war.
Die Antwort auf alle diese Fragen muß ich dem geneigten Leser schuldig bleiben – aber Eure Meinung würde mich interessieren. Es hing direkt neben den Geldautomaten. Da hat man Zeit, es gründlich zu lesen.
________ Fußnoten:
Oder erlaubt. Es gibt ja Gebots- und Verbotsschilder [ ↩ ]
Ob andere Nationen ein ähnliches Verhältnis zum Schild haben, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass an italienischen Autobahnen jede Brücke mit mehreren Schildern numeriert (Vorne, links, rechts, oben, unten und hinten, glaube ich) ist. Das gibt mir hinsichtlich der Italiener zu denken. [ ↩ ]
Loriot macht ja keine leider neuen Filme mehr: unübertroffen sind nach wie vor seine höchst komplexen Produktbeschreibungen (“Wo ist denn der Schlüssel von dem Trulleberg?”) aus Ödipussy oder dem “minipiffi four” aus “pappa ante portas”.
Aber es geht trotzdem weiter: die Firma Heidelberger Druckmaschinen hat eine besonders schöne Vorlage geliefert, die man sich nur von Loriot in die Kamera gesprochen vorstellen muss:
Der Eurobind von Heidelberger Druckmaschinen ist ein Vier-Klammer-Klebebinder – eine Hightech-Maschine mit Rüttler im Einlegebereich, Rückenbearbeitungsstation, Düsenauftragungssystem zur Blockrückenbeleimung, vertikalem Umschlaganleger mit integriertem Doppelrillwerk und einer Liftauslage mit integrierten Greifern.
Die Anzeige findet sich in der MacUp 09/2010, S. 98. Die Heidelberger-Anzeige bleibt in fast lupenreinem Technokraten-Deutsch, nur an Higtech sind sie nicht vorbeigekommen, das muss einfach sein. Im zugehörigen MacUp-Artikel wird aber auch auf einen einen gegenläufigen Trend hingewiesen, auf den Loriot ebenfalls schon weitsichtig hingewiesen hat – wie der Sketch Auf der Rennbahn dokumentiert: “Die finishen? Direkt auf’n Rasen? Ach!”. Der Sketch ist zwar von 1946, aber immer noch richtungweisend:
Für das finale Erscheinungsbild des Druck-Erzeugnisses ist in der Regel der Buchbinder verantwortlich, dessen Berufsbild einen Großteil dieser Arbeiten abdeckt. Um die Berufsbezeichnung zu entstauben und an die heutige, von Anglizismen geprägte Zeit anzupassen, wurde für den Buchbinder der Begriff Printfinisher eingeführt.
Die finishen also heute nicht nur direkt auf den Rasen, sondern sogar mitten in die Bücher. Aber das macht nichts: da kommt ja Cellophan drüber, das ist geruchsdicht, glaube ich.
Ich mußte mir mal ein paar Lieder kaufen, vorzugsweise die, die in der Diözese Bamberg unter der Rubrik “Diözesanteil” aufzufinden sind. Das kann man ja heute über buecher.de elektromagnetisch machen, weil die Buchhandlung in Oberasbach durchaus skurrile Öffnungszeiten bekanntgegeben hat: geht nur für Hausfrauen vor dem Mittagessen.
Jetzt kam – genauso elektromagnetisch – die Bestätigung:
1x Gotteslob,Bamberg
am 04.08.2010 der Post übergeben
Best-Nr. 22620919
Und darunter noch
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß auf www.buecher.de
Schaun wir mal, ob die Bespaßung durch Gotteslob via buecher.de besser fluppt.
Die Süddeutsche Zeitung hat auch so ihre Probleme, sich genügend interessante Themen für die Leser aus dem Kreuz zu leiern. Jetzt haben sie herausgefunden, dass die ideale Ehe-Konstellation (also die, die am seltensten in einem Scheidungsverfahren enden) folgendermaßen aussieht: Frau 5 Jahre jünger als der Mann und klüger. Weitergehende Eigenschaften sind für Männer anscheinend nicht nötig1).
Da ist ja dann die Schlußfolgerung des Artikels fast zwingend logisch:
Die Scheidungsrate könnte markant gesenkt werden, wenn sich Männer und Frauen geeignetere Partner suchen würden.
Da bin ich heimlich auch schon drauf gekommen, aber wenn ein Expertenteam sowas von sich gibt, hat es doch ein ganz anderes Gewicht, nicht wahr?
________ Fußnoten:
Bild: iPhone-Version, man beachte das gerade aktive Mobilfunknetz. Aber hier ist der Flachbeitrag auch für den webbrowser [ ↩ ]
Markus Hörbrand: Lieber Tom, ich bin auf Deiner Linie, daß aus wenigen Steinen ein neues solides Fundament entstehen... Thomas: Ich glaube, da liegt ein Denkfehler vor. Es kommt nicht darauf an, dass die Leute sich ihre Kirche so... Markus: Lieber Tom, dann schaue ich auch mal in die Zukunft und sehe, daß der Bischof im Jahre 2025 ziemlich einsam...
Thomas: Von Leuten mit einer eMail-Adresse à la “defend@gmx.ch” will ich keinerlei Belehrungen... Dani: Das ist gar keine “PumpGun”!!! Das ist ein Kleinkalibriges Standardgewehr, was Sportschützen...
Thomas: Ja, das sind m.E. die Auswüchse dieser Gleichberchtigterei: es wird immer komplizierter und... Bernhard: Hallo Thomas, was mich eigentlich nochmehr ärgert in dem Artikel ist die Unterscheidung zwischen Christ...