Archive for the 'Ideen' Category
Montag, 28.7.08 - by Thomas
Aus dem Seminar “Wertschätzung” der evangelischen Akademie Bad Herrenalb, 4.-6. 7 . 2008):
Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei
- Kann man sagen, dass die zunehmende Bestrebung der Menschen, für sich allein zu leben und sich einzubilden, niemanden mehr zu brauchen, sündhaftes Verhalten ist?
- Entfernt man sich von Gott, wenn man statt der Hilfe anderer Menschen auf die finanzielle Leistungsfähigkeit von Versicherungen setzt?
- Wie die Lungen den Sauerstoff atmen müssen, so bedarf die Seele der Ehre.
- Jesus hat die Sünder nicht angenommen, weil sie sich bekehrt haben, sondern sie haben sich zu ihm bekehrt, weil er sie angenommen hat.
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Fußnoten:
Montag, 28.7.08 - by Thomas
Schnelles aus dem Flugzeug:
9. Mai: 09 Uhr Terminal 1, Hall B, Schalter 442-443, Eingang 4
Flugstrecke: 11.400km (Frankfurt – Buenos Aires)
Flugzeit zurück: 12:45h
Geschwindigkeit über Grund: 1005 km/h
Flughöhe: 33.000 ft (10.058 m)
Flug LH511
Cabin Attendance Hinflug:
J. Wittmann, LH 511
War etwas überfordert
Adresse in Buenos Aires:
Aparthotel Bosch
Stadtteil Vicente López
Bosch 780
Montag, 28.7.08 - by Thomas
Ich schreibe mir manchmal auf Vorträgen und Seminaren einige kleine Gedanken ins iPhone – um später nochmals drüberzulesen und zu schauen, ob ich es jetzt anders sehe.
Hier ist ein solcher Notizzettel:
Hölle)
- Der Hölle gehört die ewige Gier.
- Eine Eigenschaft der Hölle ist die Leere
- Die Kirche hat bis heute noch niemandem der Hölle übereignet – Heilige hingegen gibt es viele.
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Fußnoten:
Samstag, 15.3.08 - by Thomas
Dialog vor’m Frühstückseierkochen:
- Papa, wo sticht man denn das Ei an?
- Unten.
- Danke.
Hä?


War völlig klar, was gemeint ist. Aber: wo ist denn bei einem Ei unten? Ein Ei ist eigentlich ein Sphäroid) mit genau drei deutlich unterscheidbaren Wandkrümmungen: eine weniger stark gekrümmte Fläche (Seite), eine stark gekrümmte Fläche (Spitze) und irgendwas, was dazwischen liegt (Boden?).
Aber wenn man davon ausgeht, dass unten das ist, was dem Erdboden in Normallage am nächsten liegt, dann müßte wohl die Seitenlage mit unten gemeint sein – dennoch käme niemand auf die Idee, dort mit der Nadel reinzustechen. Und Seitenlagen gibt es für ein Ei zudem ziemlich viele …
Anscheinend definieren wir das, was bei einem Ei unten ist, über die Vorstellung von dem, was eine Spitze ist. Und deren Definition kommt wohl von dem, was bei einem Berg die Spitze ist – und die ist oben, so weit wie möglich weg von der Erdoberfläche, mit vergleichsweise sehr geringem Radius (oder sehr starker Krümmung). Offensichtlich definieren wir hier Spitze nicht mit einer Nadelspitze: die wiederum denken wir uns auch oft nach unten gerichtet.
Es scheint also zwischenmenschlich im Falle einer Eierkommunikation vollkommen klar zu sein, wie man sich ein Ei im Raum angeordnet vorzustellen hat. Auch alle ideellen Eierdarstellungen (Ei-cons) stellen die Eier immer mit dem geringsten Radius nach oben ausgerichtet dar – und so stehen sie auch auf dem Eierbrett). Es ist uns also unlogischerweise immer völlig klar, was gemeint ist, wenn wir beim Ei unten sagen.
Erstaunlich eigentlich, dass es Sachverhalte gibt, über die man sich nicht erst einigen muß, sondern die uns völlig klar sind, ohne dass sie jemals einer definiert hat. Isso.
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Fußnoten:
Mittwoch, 5.9.07 - by Thomas
Die revolutionäre chinesische Wir-sind-das-Volks-Partei hat bekanntlich soviel Angst vor den eigenen Bürgern, dass deren Internet-Konsum scharf kontrolliert werden muss: kleine Online-Polizisten laufen den Leuten über die Bildschirme mit dem Hinweis, dass sie überwacht werden – und überwacht werden sie kräftig.
Elektronische Überwachung bedeutet immer, dass maschinell mitgelesen wird, was der Benutzer sich anschaut – und welche Adressen er ansurft. Auf den websites auftauchende Schlüsselwörter laufen dabei durch staatliche “Stichwortdatenbanken”: bei einer entsprechenden Codewort-Ansammlung geht bei der Poizei ein rotes Lämpchen mit Adresse an, und man fährt mal schnell rüber, greift sich den Delinquenten und steckt ihn in ein Loch ohne DSL.
Was aber bislang maschinell noch nicht zufriedenstellend gelöst ist, ist die Analyse von Bildern: kein Automat kann bislang (schnell genug) entscheiden, ob ein dargestellter Bildinhalt pornographische Elemente, technische Zeichnungen, Landschaftsaufnahmen oder abphotografierte Texte enthält. Notfalls verzerrt man das Ganze ein wenig: für das menschliche Gehirn unschön, aber leicht zu erkennen – für eine Maschine nur noch undurchdringliches Gestrüpp.
Jetzt können auch Volksrepublikaner etwas gefahrloser im Netz rumsurfen: die webSite http://www.picidae.net/ wandelt flugs die Inhalte eingebener Adressen in Bilder um und schickt den Inhalt als Pixelwurst an den Aufrufer. Der (und zwischengeschaltete Mitgucker) sehen dann keine Wörter mehr, sondern Bilder. Auch die Adressen selbst werden gleich mitverschlüsselt (denn die müssen immer noch als Wörter übertragen werden): aus “www.diesellog.de” wird dann zum Beispiel “http://pici.picidae.net/browse.php?f=74f21528d6c4c5e…” – da soll mal einer dahinterkommen.
Na, da sehe ich noch ganz andere Möglichkeiten: Plagiate aus dem Internet per Copy/Paste könnte man auf diese Weise auch ganz einfach verhindern. Wer nicht will, dass seine Sachen kopiert werden, der stellt sie einfach als Bild ins Netz. Zumindest die Arbeit des Abschreibens müßte sich der Plagiator dann doch noch machen.
Und so weiter.
Quelle: heise Online
Mittwoch, 4.4.07 - by Thomas
Mir ist da gestern abend – ich gebe zu, während des Gottesdienstes, weil da ein paar Hunde so rumgebellt haben – was eingefallen:

Na ja. Jezt werden mich einige aus der Pfarrei wieder für total unchristlich halten.
Montag, 13.11.06 - by Thomas
Es sind nirgends die äußeren Verhältnisse, sondern die Herzen, die Schwierigkeiten machen; ändern sich die Herzen, so ändern sich die Verhältnisse.
Ludwig Harms, 1808-1865, luth. Pfarrer
Beispiele:
- Religion: Es sind nicht die Firmlinge, die Schwierigkeiten machen bzw. sich mit dem Christentum nicht auseinanderzusetzen bereit wären. In der Regel sind es die Elternhäuser, die die Jugendlichen dazu anhalten, an die Religion im Großen und Ganzen nur drei Fragen zu stellen: Frau im Priesteramt, Zölibat und Wiederverheiratung Geschiedener.
- Familie: Man kann in der Familie keine gemeinsamen Unternehmungen planen, wenn die einzelnen Familienmitglieder nur darüber nachdenken, was dem entgegenstehen könnte. Es kann nur so laufen, dass den Beteiligten die Familie wichtig ist und sie deswegen an gemeinsamen Unternehmungen interessiert sind. Sie müssen lernen, darüber nachzudenken, wie etwas geht, nicht warum es nicht geht.
-
Politik: Gesetze funktionieren nicht, wenn in der Gesellschaft kein Grundkonsens darüber besteht, welches Verhalten adäquat ist und ob man sich daran zu halten hat oder nicht. Gesetze sind lediglich temporäre Festschreibungen eines beliebigen Zeitpunkts: so schnell, wie die Zeit vergeht, ändern sich auch die Bedingungen, unter denen Gesetze verfaßt wurden: danach sind Gesetze lächerlich. Wer sich also nur an das Gesetz hält, handelt gegen gesellschaftliche Notwendigkeiten.
Sonntag, 16.7.06 - by Thomas
Auf der A96 heute morgen ging mir eine Bemerkung aus dem Film “Vaya con dios” nicht aus dem Kopf:
Was ist das bloß für eine gottverlassene Gegend hier!
Darüber nachsinnend kam ich dann auf die Frage, ob es gottlose Menschen gibt, gottlose Orte, gottlose Gesellschaften.
Ich glaube, das gibt es nicht. Aber es ist sehr wohl möglich, dass sich Menschen, Orte und Gesellschaften in einem Zustand beliebiger Gottesferne befinden bzw. befinden können.
Gottlosigkeit ist endgültig. Etwas, was nicht da ist, das gibt es nicht, und es ist auch nicht vorstellbar. So etwa kann der Sorglose sich die Angst nicht vorstellen: es gibt sie für ihn nicht, daher läßt er sich zu Tollkühnheiten hinreißen. Der Hoffnungslose wird sich konsequenterweise umbringen müssen, weil er eine Besserung seines Zustands nicht mehr in den Blick zu nehmen im Stande ist. Der Lieblose reißt einer Fliege die Flügel aus, weil er sich nicht in das andere Wesen hineinversetzen kann: die Fliege ist für ihn ein Ding, mit dem er machen kann, was ihm beliebt.
Gottesferne hingegen sieht von außen durchaus zunächst wie Gottlosigkeit aus – aber eine wie auch immer große Entfernung bleibt dennoch ein wahrnehmbarer Abstand. Und was wahrnehmbar ist, das ist auch bewertbar (zumindest fällt mir im Moment kein Gegenbeispiel ein): das Gute ist zwar fern, aber man weiß immer noch, wo “gut” oder eben “nicht gut” ist.
Das läßt hoffen.
Montag, 26.6.06 - by Thomas
Wegen reger Nachfrage hier nochmal die Adresse der webSite, auf der man statt der kostenpflichtigen 0180er-Nummern die “normalgebührigen” Telefonnummern herausfinden kann:
http://www.tk-anbieter.de/0180/
Ich bezahl doch hier keine Telefon-Flatrate, damit gewissenlose Geschäftemacher – wie die Kindergeldkasse Passau zum Beispiel – durch die Hintertür bedenkenlos abzockt!
Donnerstag, 22.6.06 - by Thomas
Hab heute morgen aus dem Fenster geschaut auf einen Nachbarn, der mir nicht geheuer ist. Wir waren ein paarmal was zusammen trinken, dann gab’s Krach … egal. Ist ein paar Jahre her, seitdem abweisendes Schweigen. Nicht weiter wichtig.
Jetzt fragte ich mich: wie kommt es, dass es nicht gelingt, mit einigen Menschen wieder in eine positive, förderliche Beziehung zu kommen?
Ich glaube, das Sozialvertrauen ist weg. Das Vertrauen darin, dass der andere außer dem Blick auf die eigenen Interessen auch noch die Interessen der Allgemeinheit im Auge behält. Wie jedes andere Vertrauen ist auch das nur schwer wieder herstellbar.
Aber das ist eine Vermutung aus der Gefühlsebene. Kann auch vollkommen falsch beurteilt sein.
Montag, 19.6.06 - by Thomas
Ich habe mich böse vergriffen: in’s Kartoffelpüree statt Muskatnuss die gleiche Menge Zimts gestreut. Farblich ist ja auf die Schnelle kein Unterschied zu sehen, und gedanklich war ich gerade durch Johannes’ Schulheimkehr abgelenkt. Nun, das war’s wohl, dachte ich, neu kochen.
Weit gefehlt: Spinat drunter gemischt, Butter und etwas Milch – schmeckt ganz hervorragend, unterstreicht den Spinat-Geschmack sehr positiv. Könnte man Geld mit verdienen, wenn man einen Koch kennte.
Sonntag, 21.5.06 - by Thomas
Was tut man an so einem verregneten Sonntag morgen am besten?
Rrrichtich: sich mit seiner besten Freundin ins Bett legen und “die Kinder des M. Mathieu” gucken.
Freitag, 19.5.06 - by Thomas
Das Gute an einem weblog mit wordpress ist, dass man immer schöne eMails kriegt mit dem, was sich so tut im Log: ich verpasse daher keinen Eurer geschätzten Kommentare. Im Bild seht Ihr die Beiträge, auf die es mehrere Kommentare gegeben hat, mit einem kleinen blauen Häkchen.
Besonders stolz bin ich natürlich auf sogenannte Pingbacks: das sind andere webLogs, die auf einen Beitrag in diesellog.de verweisen.
Dienstag, 2.5.06 - by Thomas
Eine Stelle, die mich in der Passion immer wieder besonders interessiert hat, ist folgende:
“Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: Er hat Gott gelästert!” (Mt 26,65)
Der Kontext ist folgender: Der Hohepriester hatte Jesus solange mit Scheinargumenten in die Enge getrieben, bis er Jesus an einem Punkt hatte, der der offiziellen Lehre widersprach. Jetzt musste der Hohepriester weiter nichts persönlich verantworten: er konnte so tun, als sei nicht er es, der Jesus am Kreuz sehen wollte.
Das ist der Punkt, an dem jemand theatralisch sein Gewand zerreißen kann – aber nur, wenn er mehr als eines hat. Ärmere Leute tun sich da schwerer mit und müssen mehr Kompromisse machen.
Das ist auch heute in der Poitik noch ein beliebtes Spielchen: jemanden, dessn Argumente einem nicht gefallen, solange in die Enge drängeln, bis man ihn in einem Seitenaspekt gefangen hat. Und dann öffentlich die Kleider zerreißen.