Archive for the 'Und mehr' Category

Klönsnack und meer

kloensnackIm Rahmen unseres Urlaubs in Kappeln an der Schlei ist auch die Jagdsaison auf die Geschäftsinhaber, die nicht so genau wissen, was sie eigentlich alles verkaufen wollen, wieder eröffnet. Ein wenig rätselhaft produziert sich das Café “Klönsnack & meer”, das gleich auf mehreren Ebenen doppeldeutig ist, mit einem leichten Touch ins Transzendentale sozusagen.

Wahrscheinlich will man uns folgendes mitteilen: Man kann Klönen (“Schnacken” in der hier oben geläufigen Fachsprache), Snacken (“Etwa Kleines, Überteuertes zu sich nehmen, was aber keine Gewichtsprobleme verusacht”), Kaffee trinken (ist ein Tchibo-Laden), dabei an des Meer denken (wenn gerade keiner schnackt oder geräuschintensiv snackt. Wobei: Kappeln ist noch nicht direkt am Meer, aber der Hering hält im Moment voll drauf zu), und insgesamt gibt es noch viel mehr.

Sehr verführerisch.

Aha

& mehr heißt Kaffee und Kuchen!Auf Urlaubsreisen klären sich oft Dinge, deren inneren Zusammenhang man über Jahre hinweg nicht hatte verstehen können. So auch jetzt in Husum: dem Problem, was mit “und mehr …” eigentlich gemeint sein könnte, bin ich jetzt ein Stück näher gekommen. Es handelt sich wahrscheinlich um Kaffee und Kuchen. Frage also: kann es sein, dass man in  “Tinas Modeboutique & mehr …” tatsächlich auch Torte bekommt?

nationalparkhausEine weitere Merkwürdigkeit zeigt sich dem aufmerksamen Stadtläufer in Husum: dort dürfen Ausländer offensichtlich nicht ins Parkhaus. Das finde ich jetzt aber nicht in Ordnung.

bankAndererseits hat man in Norddeutschland – in diesem Falle speziell in Schleswig – wichtige Probleme der Wirtschaft im Blick. Weil die Wirtschaftsminister ständig ausgetauscht werden müssen, kümmern sich die Bürger selbst darum, dass endlich was geschieht!

Leider hatte irgend ein unsozialer Penner die Sammelbüchse bereits geklaut, so dass ich (v.l., ein Schatten meiner selbst) der Bitte der Schleswiger Bevölkerung nicht nachkommen konnte.

Strudelmeer

Um meine “Und mehr …”-Reihe forzusetzen: was dieser Cafétier außer Studeln noch mehr zu bieten hat, habe ich nicht getestet. Wahrscheinlich wußte er es selber nicht, hatte aber eine vage Idee, dass man aus Strudeln auch Nudeln machen kann. Auch der Name des Etablissements gibt uns Rätsel auf: die Kneipe heißt “Würfel Zucker”. Ist das jetzt ein Würfel Zucker oder ein Würfelzucker? Rechtschreibung und mehr …

Gesehen in Salzburg.

Ganz viel mehr

Da hatte ein Geschäftsinhaber aber mal eine geniale Idee: er wollte was verkaufen und davon noch mehr. Nur was – das wußte er nicht, aber das Schild war schneller gemacht als gedacht.

Gesehen in Bamberg am 1. September 2008.

DixieLand

Dixiklo mit VeranstaltungsserviceAm Wochenende haben wir wieder mal einen kleinen Spaziergang gemacht – und landeten dann in Dachau, wo irgend eine Art von Volksfest für eine Menschen-Masse installiert war, die aber dann nicht kam. Wahrscheinlich lag es an dem überragenden Programm-Punkt “Modenschau” um 17:00, dass die Leute weder vor- noch nachher kommen wollten.

Jedenfalls konnte ich meine Sammlung der “Und Mehr”-Kategorie auf diese Weise etwas erweitern: Diesmal bot ein junges, dynamisches Unternehmen “Sanitär und mähr” an. Was dieses “Und mehr” im Zusammenhang mit Dixiklos zu tun haben könnte, wurde weiter unten erläutert: vor allem der Veranstaltungsservice würde mich mal interessieren.

Eine hinzugetretene Passantin wunderte sich, dass ich vom ganzen Dachauer Straßenfest ausgerechnet ein Dixi-Klo fotografierte1). Als ich sie über den “Und-mehr”-Grund ins Bild gesetzt hatte, lachte sie und meinte, voriges Jahr sei bei der “und-mehr”-Aufzählung auch noch “Kinderbetreuung” vorgekommen.

Hat jetzt die Assoziationskette Dixiklo / Kinderbetreuung irgendwas mit der Art zu tun, mit der in Deutschland Kinder wahrgenommen werden? Ich weiß es wirklich nicht, aber so 8 bis 10 Kinder sollte man zu Betreuungszwecken in ein Dixiklo schon reinkriegen, nicht wahr?


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Fußnoten:
  1. Man beachte im Übrigen auch die beiden Personendarstellungen unter dem herzigen Dixi-Markenzeichen: sehr schmackhaft, würde ich sagen. Allein das hat dokumentarischen Wert! [ ]

More Pasta

Paste & moreAuch der ordinäre Nudelprinz hat more zu verkaufen als seine Pasta – wie mein Freund Klaus hier mit seinem schnell gezückten Handy demonstrieren konnte. Vor allem die Kombination aus alteuropäischer “pasta” und neuamerikanischem “and more” würde dem alten Sack Donald “Rrrrummms” Rumsfeld1) sicher sehr gut gefallen: Deutsch kommt natürlich nicht vor.

Laßt uns spekulieren: was könnte sich hinter dem verführerischen “and more” verstecken? Was spielt sich denn alles im Umfeld des Geheges deiner Zähne ab? Wein? Weib? Gesang? Oder Gemüse, Gebete, Gereiher? Oder vielleicht Blendamed, Signal, Kukident?

Ach wie gut, dass du nicht weißt, was hier wieder “more” heißt.


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Fußnoten:
  1. Sicherheitshinweis: damit ist nicht die Person Donald Rumsfeld eo ipso gemeint, sondern eine ganz spezielle amerikanische Geisteshaltung, die zum Einmarsch der Amerikaner in andere Länder und fröhlichem Rumbomben dortselbst führt, wobei ihnen jeder Grund und jedes Mittel recht sind. [ ]

Fränky

Getränke und mehrWhat the fuck soll man in so einem Laden denn schon anderes erwarten als Getränke? Erdnüsse und Chips vielleicht? Ich hab’s mir lieber nicht angeguckt.

17.6.07, Zirndorf

Fischbrötchen und mehr

Fischbrötchen und mehr ...Hier ein ausgezeichnetes Beispiel von einem, der keine Zeit hatte, sich ein vernünftiges Schild zu machen. Aber wie man sieht: die Kundschaft verlangt anscheinend eindeutig nach mehr.

Meer und mehr …

AhrenshoopOhauerha! Was für eine witzige Idee! Meer und Mehr! Da ist er bestimmt der erste, der drauf gekommen ist!
Diese “Und mehr …” Idee greift ja immer mehr um sich. Leute, die Fritten verkloppen oder Wein oder Fischsemmeln oder Badfliesen wollen mit dem angehängten “und mehr …” so eine Art Wellnessbereich für’s Portemonnaie mitverkaufen. In Eching (IKEA-Fahrer kennen den Ort) gibt’s einen, der verkauft “Wein und more …”. Ich frage mich immer, was “more” ist.

Jedenfalls knipse ich jetzt alles, was mit “und mehr …” endet und stell’s unter eigener Kategorie ins webLog. Ein paar hab ich schon, aber ich werde das Pulver natürlich nicht an einem Tag verschießen.